Urgeschichte - Abteilung Steinzeit
Der Forschungsschwerpunkt der Abteilung „Steinzeit“ innerhalb des ZBSA liegt in der Untersuchung kulturgeschichtlicher und kulturökologischer Fragestellungen zur Entwicklung der spätglazialen und frühholozänen Jäger-, Fischer- und Sammlergesellschaften im Nord- und Ostseeraum. Seit der Wiederbesiedlung dieser Landschaften nach der letzten Eiszeit etwa ab 13.000 v. Chr. waren diese Kulturen infolge der Wiedererwärmung ständigen Umweltveränderungen wie einer fortschreitenden Wiederbewaldung oder einem rapiden Meeresspiegelanstieg ausgesetzt, was eine permanente Anpassung ihrer sozioökonomischen Strukturen und ihres technischen Apparates erforderte und etwa ab 4000 v. Chr. letztendlich in der Einführung einer produzierenden Wirtschaftsweise resultierte.
Überregionale interdisziplinäre Fragestellungen zur Kultur- und Landschaftsentwicklung in Nordeuropa sollen in einem internationalen Netzwerk verfolgt werden. In diesen Forschungsansatz ist auch das umfangreiche steinzeitliche Kulturerbe Schleswig-Holsteins mit seinen einzigartigen Fundlandschaften von internationaler Bedeutung, wie dem Ahrensburger Tunneltal, dem Duvenseer Moor oder dem Satrupholmer Moor, einzubeziehen. Dieses soll in enger Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt, dem Archäologischen Landesmuseum und dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel erfolgen. |
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