Frühgeschichte – Abteilung 1. Jahrtausend n. Chr.
(Römische Kaiserzeit, Völkerwanderungszeit, Wikingerzeit, Frühmittelalter)
Die Epoche von der Zeitenwende bis ins hohe Mittelalter war für die Menschen des Nord- und Ostseeraumes eine Periode von Umbrüchen und stetiger Erneuerung. In der Auseinandersetzung mit dem römischen Imperium und seinen Nachfolgestaaten wie auch später mit den christlichen Missionsbemühungen entwickelten sich die nordgermanischen Kulturen mit ihren charakteristischen Eigenarten. So entstand in der Region ein einzigartiger Kommunikationsraum, dessen konnektive Elemente sich durch zahlreiche Indizien archäologisch erfassen lassen. Zumindest zeitweilig ist der geographische Raum von Norwegen bis Norddeutschland, von England bis Polen als zusammengehöriger Kulturraum zu definieren. Die interdisziplinäre Rekonstruktion der verschiedenen zeitlichen Horizonte, die Erforschung der Transformationen der jeweiligen Lebenswirklichkeiten der Menschen, ihrer Religionen und Weltanschauungen und ihrer vielfältigen Verbindungen untereinander ist Aufgabe der Abteilung „1. Jahrtausend“ im ZBSA.
Verschiedene, international eingebundene und zum Teil diachron angelegte Projekte beschäftigen sich derzeit mit der Opfer- und Zentralplatzforschung, der Untersuchung von Handelsplätzen und Burgen, der Analyse von Ökonomie und Verkehr zu Wasser und zu Lande, der Untersuchung von Gräbern und Inventaren, von Elitenverbindungen und technologischem Transfer sowie mit der Verbreitung und Bedeutung der germanischen Bildersprache. |
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