Interreg4a Projekt: Bones4Culture
Ziel dieses Projektes ist, die Bevölkerung der Grenzregion Dänemark/Deutschland wie auch die Touristen in der Region über die Identität der dortigen einheimischen Bevölkerung zu Zeiten des Mittelalters und der Renaissance zu informieren. Dies soll am Beispiel der Stadt Schleswig erfolgen, die typisch für das mittelalterliche Leben zur Zeit der Herzogtümer war. Die Herzogtümer in der Grenzregion zeichneten sich in der Vergangenheit durch eine abwechslungsreiche Geschichte mit ethnischen und politischen Konflikten aus, welche mittlerweile gelöst werden konnten und heute die Region zu einer der friedlichsten Grenzregionen weltweit machen.
► Pressemitteilung vom 16.4.2012
Bisher liegen nur lückenhafte Kenntnisse über die Geschichte und Identität der einfachen Bevölkerung in den Herzogtümern vom frühen Mittelalter bis 1920 vor. Diese Lücke soll im Rahmen des Projektes in Zusammenarbeit mit führenden Forschungsinstituten aus Süddänemark und Schleswig-Holstein und unter Verwendung einer gänzlich neuartigen Technologie geschlossen werden.
Diese neuartige Technologie basiert auf der Rekonstruktion des chemischen Lebens eines Menschen. Dies ermöglicht es, auch den einfachen Menschen in die Aufdeckung der Lebensumstände mit einzubeziehen; diese Gruppe hat zuvor in den schriftlichen Quellen des Mittelalters keine Erwähnung gefunden. Das Projekt leistet somit einen einzigartigen Beitrag zu Aufklärung des Lebens des einfachen Mannes und eröffnet völlig neuartige Möglichkeiten der Geschichtsvermittlung.
Leadpartner:
University of Southern Denmark (SDU), Institute of Forensic Medicine, ADBOU
Projektpartner:
• Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel, IFM-GEOMAR
• Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel
• Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Schloss Gottorf
