Der Hafen von Haithabu 1Bei der Hafengrabung, der letzten großen Ausgrabung in Haithabu unter der Leitung von K. Schietzel in den Jahren 1979/80, die zunächst primär der Bergung von Wrack 1, einem königlichen Mannschaftsschiff aus dem Ende des 10. Jahrhunderts, galt, fanden sich 1979 innerhalb des Bergebauwerkes neben einer Vielzahl an organischen Kleinfunden z.T. sehr regelmäßig gesetzt Pfahlreihen. Aufgrund ihrer Anordnung und ihrem bis in unmittelbare Ufernähe reichenden Verlauf wurden diese Pfahlsetzungen schon bald als Unterbauten von Hafenanlagen erkannt. Die Erfolge des ersten Grabungsjahres ließen im folgenden Jahr eine Ausweitung der Ausgrabungen in nördlicher und südlicher Richtung möglich werden, bei der weitere Substruktionen dokumentiert werden konnten und Teile der ufernahen Bebauung angeschnitten wurden. Bei der Konstruktion der Hafenanlagen handelt es sich um offene, von Wasser durchflossene Pfahlwerke. Der Oberbau der Anlagen – Jochbalken, Unterzüge, Belagbohlen etc. – hat sich nicht erhalten.
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