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Haithabu
Haithabu war in der Wikingerzeit einer der bedeutendsten Siedlungsplätze
Nordeuropas. Hier liefen die wichtigsten Fernhandelswege zusammen.
An diesem Ort mit seiner internationalen Bevölkerung konnte
die christliche Mission Fuß fassen.
Das Handwerk wies
in der Fertigung zahlreicher Güter einen hohen Entwicklungsstand
auf. Das Leben in einer derart vielschichtigen Siedlung trug
bereits Merkmale einer mittelalterlichen Stadt. Heute noch
umschließt ein mächtiger Halbkreiswall das 26 ha
große ehemalige Siedlungsgebiet am Haddebyer Noor.
Nach
Westen erstreckt sich das eindrucksvolle Befestigungssystem
des Danewerks. Seit 1900 haben archäologische Ausgrabungen
in der Siedlung, an den Befestigungsanlagen und auf den Gräberfeldern
stattgefunden.
1979/80 konnten die Hafenanlagen untersucht
und ein Wikingerschiff geborgen werden. Heute bedienen sich
Wissenschaftler modernster Untersuchungsmethoden, um dem Boden
in Haithabu neue Erkenntnisse über das Leben in der frühen
Stadt abzugewinnen. |
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