Im Frühjahr 2002 startete ein neues Projekt, in dessen Verlauf
ca. 29 Hektar Fläche innerhalb und außerhalb des Halbkreiswalles
von verschiedenen Teams aus Kiel, Marburg, München und Wien
mit modernsten geomagnetischen Meßgeräten untersucht wurden.
Die Magnetisierungskontraste zwischen archäologischem Befund
und anstehendem Boden bieten in Haithabu günstige Voraussetzungen
für den erfolgreichen Einsatz dieses Verfahrens.
Durch die Magnetometer-Messungen konnte eine hohe Dichte von archäologischen
Befunden im Innenbereich des Halbkreiswalles nachgewiesen werden.
Die als unterschiedliche Baubefunde ansprechbaren magnetischen Anomalien
reihen sich entlang von Wegen und verweisen auf eine Parzellierung
des Geländes.
Die umfassende Auswertung der vorliegenden Prospektionsdaten ist
zur Zeit noch in Bearbeitung. Außer ergänzenden Untersuchungen
im Gelände müssen alle relevanten Informationen aus den
verschiedensten archäologischen Feldarbeiten seit dem Jahr 1900
in die weiteren Projektarbeiten eingebunden werden.