Der Garten des Volkskunde Museums ist Erholungsort und lebende Ausstellung zugleich. Der vordere Abschnitt dient als Kaffeegarten des Museumscafés der Entspannung der Besucher. Ein originaler Schleswiger Gartenpavillon von 1920 führt hier in die kleinstädtische Gartengeschichte ein.
Der durch eine Eibenhecke abgeteilte Schaugarten verbindet nach dem Vorbild schleswig-holsteinischer Hausgärten der Zeit um 1900 Nutz- und Ziergarten zu einer organisch gegliederten Gesamtanlage. Buchsbaumgefasste Nutzpflanzenquartiere für Gemüse, Beerenobst und Kräuter umschließen einen prächtigen Blumengarten mit Rosenbogen und Fliederlaube. Hier wurde historischen Rosen, darunter der seit der Renaissance bekannten Schwarzen Samtrose, ebenso ein würdiger Platz eingeräumt wie selten gewordenen Pflanzen aus Schleswig-Holsteins Bauerngärten, so der Nachtviole und der duftenden Pflaumenblüte. Im Gemüsequartier werden altbewährte, doch mittlerweile seltene Sorten wie Pastinaken, Mairüben und der Pflücksalat „Goldforelle“ herangezogen. Die Kräuterbeete zieren Pflanzen, die bereits im Mittelalter der heilkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen bekannt waren.
In allen Bereichen des Schaugartens erleichtern Porzellanschilder die Bestimmung der Pflanzen. Eingefasst wird die Anlage von einem stilgerechten Eisenzaun, der einem historischen Original aus der Region nachgearbeitet wurde.