Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen
Benutzerspezifische Werkzeuge

Plädoyer für den deutschen Expressionismus

Die Sammlung Rolf Horn entstand in den 1980er Jahren mit dem Schwerpunkt des deutschen Expressionismus – einer der radikalen künstlerischen Antworten auf die von gesellschaftlichen und politischen Wandlungen geprägte Zeit zwischen 1905 und 1925. Die Werke der Sammlung Rolf Horn in der Galerie der Klassischen Moderne stehen in der Gunst der Besucher seit mehr als 15 Jahren ganz weit oben.

Expressionismus, das hieß für Rolf Horn eine facettenreiche Kunst, die die Auf- und Umbrüche einer kurzen Epoche spiegeln: Es ging ihm bei seinen Kunst-Erwerbungen stets um Ausdruck, um Menschlichkeit, um Botschaften aus schwieriger Zeit. So finden sich in der Sammlung von Beginn an Menschenbilder – Reihen von Köpfen, auch von Selbstporträts, mit denen die „Brücke“-Künstler – Kirchner, Schmidt-Rottluff, Heckel, Pechstein – sich und die Welt befragten, in die Käthe Kollwitz ihre Trauer um die Menschheit hineinlegte und Max Beckmann seine skeptische Distanz. Darstellung von Wirklichkeit beginnt mit Selbstbefragung: Köpfe dominieren in dieser Sammlung. Sie erzählen, sie packen und berühren. Sie setzen sich aus den Zeiten vor 1914 fort in die der 20er Jahre und von dort bis in die Gegenwart der „Lebensalter“ – zwei großen Holzschnitt-Folgen von 2011 und weiteren Arbeiten von Matthias Mansen.
Die Sammlung wächst, sie setzt sich fort, ohne dabei ihr Leitmotiv zu verlieren. Konzentriert auf die Wegbereiter vom Beginn des 20. Jahrhunderts und auch einmal offen für gegenwärtige Positionen, entfaltet sie Bilder vom Menschen und zeigt damit neben der Malerei  meisterliche Zeichnungen, Holzschnitte, Radierungen oder Lithographien, die ein Jahrhundert überspannen.

Artikelaktionen
Buch zur Sammlung Horn

Sammlung Brücke
Bestellen Sie das Buch zur Sammlung (29,00 €)
ZUM BESTELLFORMULAR