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Seit über 25 Jahren: Bilder aus der Sammlung Horn auf Schloss Gottorf

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Spektakuläre Neuerwerbung: Haus in Soest, 1916 - gemalt von Christian Rohlfs.
 
Spektakuläre Neuerwerbung: Haus in Soest, 1916 - gemalt von Christian Rohlfs.

Seit über 25 Jahren sind Werke aus der Sammlung Rolf Horn im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf zu sehen. Die Präsentation der stets wachsenden Sammlung in der Galerie Klassische Moderne ist einer der großen Anziehungspunkte.

Im vergangenen Herbst präsentierte Stifterin Bettina Horn einige bedeutende Neuerwerbungen, die eine großartige Ergänzung der Sammlung darstellen. hervorzuheben ist vor allem das Gemälde „Haus in Soest“ von Christian Rohlfs (1849–1938) aus dem Jahr 1916. Es gehört zu den großen Ansichten der westfälischen Stadt Soest, die im Œuvre von Rohlfs eine zentrale Rolle einnehmen. Den expressiven Figurenbildern aus dieser Zeit wird damit ein weiteres wichtiges Motiv des Künstlers zur Seite gestellt. Auf Einladung von Carl Ernst Osthaus zog der 1849 in Leezen bei Niendorf in Holstein geborene Rohlfs 1901 nach Hagen/ Westfalen an das damalige Folkwang Museum. Dort entstand in der zweiten Hälfte seines Lebens sein bedeutendes expressives Werk, das in der Sammlung Rolf Horn mit wichtigen Arbeiten repräsentiert ist.
Von Hagen aus reiste Rohlfs seit 1906 mehrfach nach Soest, dessen mittelalterliches Stadtbild ihn zu einer neuen, kraftvollen Bildsprache inspirierte. Auch andere Expressionisten wie Emil Nolde und Karl Schmidt-Rottluff lockte die in ihrem mittelalterlichen Stadtbild völlig erhaltene Stadt zu Malaufenthalten. Doch spielen in Rohlfs’ Schaffen die Soest-Bilder eine besondere Rolle, da er hier über Jahre malte und seinen sehr persönlich geprägten Expressionismus entwickelte: Die Verschmelzung von Architektur und Natur zu einer einheitlichen, spannungsvollen Bildkomposition, die von dem architektonischen Gerüst ebenso wie von den kraftvollen Farbflächen getragen wird. Weitere auf Schloss Gottorf zu bewundernde Neuerwerbungen sind der Holzschnitt „Doppelbildnis“ von Emil Nolde aus dem Jahr 1937 sowie zwei graphische Werke von Max Beckmann (1884–1950): ein "Selbstportrait" von 1922 sowie aus der Mappe Jahrmarkt von 1921 das Blatt „Niggertanz“.
Die Sammlung Rolf Horn in der Galerie der Klassischen Moderne Mo-Fr von 10-17 Uhr und Sa+So von 10 bis 18 Uhr zu geöffnet.

 

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