Die Wiederentdeckung einer Schädelsammlung
Wie "Der Traum vom ewigen Leben", die große Mumienausstellung aus dem Jahr 2008, ist auch der Schädelkult ein Ausstellungsprojekt, dass in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim entstand.
Anlass zur Mannheimer Ausstellung „Schädelkult“ bot im Jahr 2008 die Wiederentdeckung der Schädelsammlung Gabriel von Max’ (1840 – 1915). Der Künstler und Darwinist besaß eine der größten Sammlungen dieser Art. Sie umfasste rund 500 Objekte aus Amerika, Asien, Afrika, Ozeanien und Europa. 1917 erwarb die Stadt Mannheim die Sammlung, die später in den Besitz der heutigen Reiss-Engelhorn-Museen gelangte. Im Rahmen eines Austausches 1935 gelangten große Teile davon an die Universität Freiburg. Nach dem Krieg galt die Sammlung als verschollen und wurde erst vor drei Jahren wiederentdeckt. Die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zeigten die Ausstellung vom 2. Oktober 2011 bis zum 29. April 2012. Ein Ausschnitt der Schädelsammlung von Gabriel von Max ist in der Gottorfer Reithalle auf der Empore zu bestaunen.







