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Norddeutsche Museumsvielfalt

Die Schleswiger Museumsinsel
 
Die Schleswiger Museumsinsel

Die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf ist seit 1999 das gemeinsame Dach der Landesmuseen für Kunst und Kulturgeschichte und Archäologie. Zur Museumsstiftung gehören weitere fünf Museen und Dependancen sowie das international aufgestellte Forschungsinstitut ZBSA, das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie. Träger des größten Kulturbetriebes im Norden ist das Land Schleswig-Holstein.

Mit dem am 15. Dezember 1998 verabschiedeten Gesetz über die Errichtung der „Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf“ wurden einige der wichtigsten Museumseinrichtungen des Lan­des Schleswig-Holstein unter dem Dach einer öffentlich rechtlichen Stiftung mit Wirkung vom 1. Januar 1999 zusammengeführt. Mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte so­wie dem Archäologischen Landesmuseum verfügt die Stiftung über die umfangreichsten Sammlungsbestände von der Urzeit bis zur Gegenwartskunst. Das vielgestaltige Profil der Stiftung wird komplettiert durch die mit eigenem kulturellen Anspruch antretenden Dependancen - Wikinger Museum Haithabu,  Volkskunde Museum Schleswig, Jüdisches Museum Rendsburg, Eisen Kunst Guss Museum Büdelsdorf sowie Kloster Cismar.
Die größte Kulturstiftung des Nordens wird getragen vom Land Schleswig-Holstein, die beiden Direktoren der Landesmuseen bilden den Vorstand der Stiftung, sie bestimmen gemeinsam mit dem Geschäftsführer die Geschicke der Einrichtung. Kontrolliert wird die Stiftung durch den Stiftungsrat, deren Vorsitzender Kraft Amtes der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein ist.
Die Ausstellungen der sieben Museen werden jährlich von fast 400 000 Menschen besucht. Bis zu 180 000 Besucher kamen zuletzt im Jahr auf die Museumsinsel in Schleswig nach Schloss Gottorf, weitere 170 000 Menschen erwarben 2010 zwischen April und Dezember eine Eintrittskarte für das neugestaltete Wikinger Museum Haithabu.
In die wissenschaftliche Aufarbeitung und eine breite Inhaltsvermittlung der Wikingerkultur vor den Toren Schleswigs investierten das Land Schleswig-Holstein sowie deren Gottorfer Stiftung in den Jahren 2005 bis 2010 fast fünf Millionen Euro. Mit diesem Geld entstand im historischen Freigelände auf der Basis der über 100jährigen Geschichte der Haithabu-Ausgrabungen ein kleiner Siedlungsausschnitt der frühen Stadt. Sieben originalgetreu errichtete Wikingerhäuser und eine 40 Meter lange Landebrücke am Haddebyer Noor vermitteln den Besucher einen authentischen Eindruck davon, wie man sich das Leben in der ersten großen Stadt des Nordens vor über 1000 Jahren vorzustellen hat.
Vor den beschriebenen Aktivitäten des Archäologischen Landesmuseums unter Leitung von Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim stand die Wiederkehr der barocken Gottorfer Glanzzeit. Bereits kurz nach Stiftungsgründung setzte sich der damalige Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Prof. Dr. Herwig Guratzsch, für einen originalgetreuen Nachbau des Gottorfer Globus ein, verbunden mit der Errichtung eines "modernen" Globushauses.

Die gesetzlichen Aufgaben der Stiftung ergeben sich aus dem Errichtungsgesetz. Sie umfas­sen die Bewahrung, Pflege, Ergänzung, Erforschung und Vermittlung der zum Stiftungsver­mögen gehörenden Sammlungen der Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen, ihrer De­pendancen sowie die der Stiftung dauerhaft zur Verfügung gestellten Leihgaben. Mit Dauer­ausstellungen zu den Sammlungsbereichen sowie in Wechselausstellungen und in Veran­staltungen wird der Öffentlichkeit die Erschließung neuer Sammlungs- und Forschungsberei­che sowie der sinnvolle Zusammenhang der verschiedenen Arbeitsbereiche präsentiert. Die Pflege und Unterhaltung, aber auch die am Bestand orientierte Ergänzung der Sammlungen durch Erwerbungen, stellt eine der wesentlichen Aufgaben dar.

Die „Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf“ verfolgt als Stiftung des öffentlichen Rechts ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

 

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