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Der Schwamm im Nordkeller ist besiegt

Mit dem Geld aus Berlin konnte die Stiftung Schloss Gottorf nicht nur den Schwamm im Südkeller erfolgreich bekämpfen, sondern zudem noch im Südflügel neue Räumlichkeiten für die Museumsabteilung Bildung und Vermittlung schaffen.

2009 war es, als Mitarbeiter der Landesmuseen in einem kaum genutzten Kellergewölbe von Schloss Gottorf Schwammbefall entdeckten. Der Schwamm entpuppte sich als lokal begrenzte Erscheinung als Folge einer undichten Wasserleitung. Diese Entdeckung nahm die Stiftung zum Anlass, die Kellergewölbe einmal genau unter die Lupe zu nehmen - zum ersten Mal, seit das Landesmuseum 1947 auf die Schlossinsel zog. Mit der Zuwendung aus dem Etat des Staatsminister für Kultur und Medien wurde 2011 der Südkeller saniert. Zu Beginn der Arbeiten schleppten die Schloss-Mitarbeiter Steinbrocken aus dem Keller, die dort seit den Nachkriegsjahren lagerten und offenbar Reste von archäologischen Ausgrabungen sind. Nun entfernten Arbeiter den Betonfußboden, der offensichtlich aus der Zeit stammt, als das Schloss eine Kaserne war. Was darunter zum Vorschein kam, löste Erstaunen aus. Altes Kopfsteinpflaster zog sich durch sämtliche Räume des Südkellers.
Mit dem Geld aus Berlin hat man aber nicht nur den Schwamm erfolgreich im Nordkeller bekämpft, sondern im Südflügel des Schlosses neue Räumlichkeiten für die Museumsabteilung Bildung und Vermittlung geschaffen. Die ehemalige Tischlerwerkstatt wurde aufgelöst, ausgeräumt und die Räume anschließend aufwändig saniert und abschließend modern ausgestattet.

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