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Eine Million Euro von Kunst auf Lager für die Landesmuseen

— abgelaufen
So wird es nach der Fertigstellung des Magazin-Neubaus auf dem Hesterberg in Schleswig aussehen.
 
So wird es nach der Fertigstellung des Magazin-Neubaus auf dem Hesterberg in Schleswig aussehen.

Die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen erhalten 500.000 Euro, um die räumlichen Voraussetzungen für die Lagerung ihrer wertvollen Kulturgüter zu verbessern. Weitere 500.000 Euro stehen für die digitale Erschließung der Sammlungsstücke im Rahmen der Depotumzüge bereit. Der Förderbetrag stammt aus dem von der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG initiierten Bündnis Kunst auf Lager.

Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG ist eine private, gemeinnützige Förderstiftung mit Sitz in Hamburg. Einer ihrer Schwerpunkte ist der Erhalt kulturellen Erbes in Nord- und Ostdeutschland, unterstützt werden Baudenkmale und Museen. Bernhard Reemtsma, Vorsitzender des Stiftungsvorstands: „Die Sammlung ist das Herz eines Museums. Die Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen verfügen über so vielfältige und umfangreiche Bestände, dass es noch immer viel Neues zu entdecken gibt. Es liegt in der Verantwortung unserer Generation, dies durch eine gute Unterbringung und Erschließung heute und in Zukunft zu ermöglichen.“

Lager

Das Land Schleswig-Holstein hat mit seiner Entscheidung für das Depot und seinem erheblichen finanziellen Engagement Verantwortungsbewusstsein für die ihm anvertrauten Werte bewiesen. Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG fördert die Errichtung des Zentraldepots in Schleswig und die Digitalisierung verborgener Objekte in Zusammenhang mit dem von ihr initiierten Bündnis „Kunst auf Lager“. Während Museumsbesucher durch große Sonderschauen und repräsentative Ausstellungssäle strömen, lagern zwischen 40 und 90% der Bestände öffentlicher Sammlungen verborgen in Kellern und Depots. Die dort herrschenden Voraussetzungen sind nicht immer geeignet, um wertvolles Kulturgut für die Zukunft zu bewahren.

KUNST AUF LAGER möchte dieses Thema in die Öffentlichkeit tragen, Förderer motivieren, sich dem Bündnis anzuschließen und Politik und Verwaltung davon überzeugen, Zeit und Geld in die nicht sichtbaren Fundamente der Museen zu investieren. Dabei geht KUNST AUF LAGER mit gutem Beispiel voran: Dem Bündnis gehören derzeit 14 private und öffentliche Einrichtungen an, die sich bereits seit Jahren für die Erschließung, Erforschung und Sicherung von Museumdepots einsetzen und ihrem Engagement seit Februar 2014 eine gemeinsame Stimme geben. Im Rahmen ihrer individuellen Förderprogramme finanzierten die Partner seitdem rund 100 Fördervorhaben mit über 10 Mio. Euro. Damit werden nicht nur dringend notwendige Maßnahmen in den Bereichen Restaurierung und Konservierung ermöglicht, sondern auch die Verbesserung von Lagerbedingungen sowie die Inventarisierung und wissenschaftliche Aufarbeitung von in Vergessenheit geratenen Kulturgütern in öffentlichen Sammlungen. Viele wertvolle Objekte können so in Erst- oder Neu-Präsentation der Museen und auf Online-Portalen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Förderprogramme der Partner von KUNST AUF LAGER richten sich an Kunstmuseen sowie Heimat- und volkskundliche, naturwissenschaftliche und technische Sammlungen.

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