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In Riesenschritten zum Zentralmagazin

Symbolischer Spatenstich auf dem Hesterberg: Ministerin Anke Spoorendonk mit Förderer Bernhard Reemtsma (re.), Bürgermeister Christiansen und Vertretern der Stiftung Schloss Gottorf
 
Symbolischer Spatenstich auf dem Hesterberg: Ministerin Anke Spoorendonk mit Förderer Bernhard Reemtsma (re.), Bürgermeister Christiansen und Vertretern der Stiftung Schloss Gottorf

In Sichtweite zu Schloss Gottorf haben dort, wo jahrzehntelang zwei langgezogene Baracken volkskundlichen Gerätschaften und Fahrzeugen mehr schlecht als recht Schutz boten, vor wenigen Tagen die Erdarbeiten für den zweigeschossigen Depot-Neubau begonnen. Auf insgesamt 1600 Quadratmetern werden für besonders empfindliche Museumsexponate ideale klimatische Bedingungen geschaffen. Die Pläne für den Neubau stammen von den Architekten bbp aus Kiel, dem Berliner Büro „Scheidt Kasprusch“ und der Firma emutec. Bereits 2017 soll die Arbeit im Zentralmagazin für alle drei Landesmuseen aufgenommen werden.

Knapp 18 Monate nach Schließung des Volkskunde Museums Schleswig ist mit dem Bau eines Zentralmagazins für die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen begonnen worden. Auf dem Schleswiger Hesterberg entsteht bis Ende 2017 ein hochmodernes Museums-Magazin für eine fachgerechte Lagerung von Kunst- und Kulturgütern.
4,9 Millionen Euro stellt das Land Schleswig-Holstein für die Weiterentwicklung der musealen Depots in Schleswig zur Verfügung. Eine weitere Million Euro erhält die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen von der in Hamburg ansässigen HERMANN REEMTSMA STIFTUNG. Diese Förderung stammt aus dem von der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG initiierten Bündnis „Kunst auf Lager“. 500.000 Euro fließen in den Bau des neuen Zentralmagazins, mit einer weiteren halben Million Euro unterstützt die private Stiftung das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte beim Aufbau eines digitalen Inventarisierungsprogramms.
Nach Abschluss der Arbeiten verfügt die Stiftung Schloss Gottorf auf dem Hesterberg zusammen mit den bestehenden und sanierten Gebäuden über mehr als 8000 Quadratmeter Magazinfläche, die von allen drei Landesmuseen in Anspruch genommen werden soll. Die Bestände aus der Volkskunde werden allerdings den mit Abstand größten Teil füllen, auch werden ab 2018 zahlreiche, zurzeit notdürftig in Molfsee untergebrachte Sammlungsstücke des Freilichtmuseums nach Schleswig umziehen. Gleiches gilt für die 50 Kutschen, die seit einiger Zeit in einer angemieteten Halle außerhalb Schleswigs untergebracht sind.
Wie groß der Bedarf an modernen, klimatisierten Museums-Magazinräumen auch bei anderen Kultureinrichtungen im Land ist, berichtete Guido Wendt, Geschäftsführer der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen. „Wir freuen uns darüber, dass wir die Kunsthalle Kiel von unserem Konzept überzeugen konnten. Vor kurzem haben wir mit Frau Dr. Hüsch eine entsprechende Vereinbarung über die Anmietung von Depotflächen in Schleswig abgeschlossen.“

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