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Bundespräsident begeistert von Schloss Gottorf

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Begrüßung in der Gotischen Halle: Gottorfer Museumschef von Carnap-Bornheim mit Daniela Schadt und Bundespräsident Joachim Gauck und dem Ehepaar Albig.
 
Begrüßung in der Gotischen Halle: Gottorfer Museumschef von Carnap-Bornheim mit Daniela Schadt und Bundespräsident Joachim Gauck und dem Ehepaar Albig.

Vier Stunden seines Antrittsbesuchs in Schleswig-Holstein verbrachte Bundespräsident Joachim Gauck in Begleitung seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt am Freitagnachmittag auf der Schleswiger Schlossinsel. An der Seite des Leitenden Direktors Prof. Claus von Carnap-Bornheim und Ministerpräsidenten Torsten Albig lernte das Staatsoberhaupt die Landesmuseen Schloss Gottorf von ganz unterschiedlichen Seiten kennen. Jede Station der Kulturreise löste bei ihm große Begeisterung aus.

Der Bundespräsident auf Schloss Gottorf! Am Ende eines mehr als vierstündigen Besuchs von Joachim Gauck auf der Schleswiger Schlossinsel hatte nur das fast stürmische Winterwetter nicht immer ganz mitgespielt. Der guten Laune bei Gästen wie auch Gastgebern konnten die eisigen Minusgrade allerdings überhaupt nichts anhaben. Nach einer Begrüßung in der Gotischen Halle durch Museumschef Claus von Carnap-Bornheim und Ministerpräsident Torsten Albig ließen sich Joachim Gauck und Lebenspartnerin Daniela Schadt von Svea Fildebrandt, Frederieke Erken und dem Viertklässler Tjarve Luca Schrader in die Welt der Museumsvermittlung entführen. Unter der Regie von Corinna Endlich hatten dort Kirsten Jensen-Huß, Claudia Ziegeler und Corinna Edenharter 30 Schülerinnen und Schüler von Domschule, Lornsen- und Bugenhagenschule um sich versammelt, und stellten Joachim Gauck die breite Vielfalt der Gottorfer Kulturbildungsangebote vor. So begaben sich die Gäste auf eine Zeitreise vom Mittelalter in die Zeit des Barock, um am Ende in der Neuzeit das archäologische Gottorf-Labor kennen zulernen.
Weiter ging es dann in die Gottorfer Schlosskapelle, die beim Betreten ein lang anhaltendes Staunen bei Joachim Gauck auslöste. Kuratorin Dr. Uta Kuhl gelang es, die Besucher mit ihren Schilderungen aus der Baugeschichte der Kapelle zu fesseln. Die Ausführungen auch zur Bedeutung des Gottorfer Hofes für die Entwicklung der Alten Musik wechselten sich dabei ab mit dem Orgelspiel des jungen Hamburger Organisten Tim Teschner. Dessen Kunst wie auch die Moderation von Uta Kuhl begeisterten Joachim Gauck derart, dass er den Organisten Teschner bat, für ein persönliches Gespräch von der Orgelempore herunter zu kommen.
Ebenso großes Interesse löste auch das Fragment der "Rendsburger Gutenbergbibel" aus, das Gottorfs Restauratorinnen für den großen Tag extra in die Kapelle hatten bringen lassen. Diplombibliothekarin Dagmar Hettstedt schilderte engagiert, wie die Bibel Mitte der 1990er Jahre den Weg nach Schleswig fand. 
Einen überaus stimmungsvollen Abschluss fand der Besuch von Joachim Gauck in Schleswig mit einem Empfang in der Gottorfer Reithalle inmitten der aufregenden Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck. An die 150 geladenen Schleswig-Holsteiner machten auf ganz unterschiedliche Weise Bekanntschaft mit "Ihrem" Bundespräsidenten. In einer launigen und überaus unterhaltsamen Rede schilderte Joachim Gauck gleich mehrfach, auf welche Weise er seit nunmehr einem halben Jahrhundert immer wieder tolle Erfahrungen gesammelt hat in Schleswig-Holstein.
FOTOS: Claudia Dannenberg (5 / Schloss Gottorf) und Thomas Eisenkrätzer (1).

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