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Öffnungszeiten
Öffnungszeiten bis Ende Oktober 2018:
Mo-So 9-18 Uhr, Einlass bis 17 Uhr

Bitte beachten Sie, dass das Museum bei extremen Wetterverhältnissen entgegen der normalen Öffnungszeiten geschlossen sein kann. Unser Service-Team informiert Sie gern über aktuelle Änderungen.

Freilichtmuseum Molfsee
Hamburger Landstraße 97
24113 Molfsee

+49(0)4621 - 813 222
service@schloss-gottorf.de

 

Kohl-, Appel- un Blomenhoff

Um die landestypischen Bauerngärten dreht es sich in den nächsten Monaten im Freilichtmuseum. Foto: Kagel
 
Um die landestypischen Bauerngärten dreht es sich in den nächsten Monaten im Freilichtmuseum. Foto: Kagel

In seiner neuen Sonderausstellung „Kohl-, Appel- un Blomenhoff – Ländliche Hausgärten in Schleswig-Holstein“ hat sich das Freilichtmuseum Molfsee – Landesmuseum für Volkskunde mit der Entwicklungsgeschichte sowie der sich wandelnden sozialen und wirtschaftlichen Bedeutung der gewöhnlichen Gärten auf dem Lande beschäftigt, wobei das Hauptaugenmerk auf der Zeit zwischen 1900 und 1970 liegen wird. Zu sehen ist das Projekt in Molfsee bis Ende Oktober.

Dieses besondere Ausstellungsprojekt, das am 3. Juni um 14 Uhr eröffnet und den ganzen Sommer und Herbst über bis Ende Oktober zu sehen sein wird, ist in Kooperation mit dem Landfrauenarchiv entstanden. Ort der Hauptausstellung ist das Barghaus aus Arentsee (Haus 26), außerdem findet sich das Thema der Ausstellung im Gartenhaus (Haus 66) und im Haus mit der Nr. 44 wieder sowie in allen zehn Museumsgärten im Gelände. Das Thema Garten ist über Jahrhunderte hinweg untrennbar mit dem Thema Selbstversorgung der ländlichen Haushalte und der damit einhergehenden Vorratshaltung verbunden.

Hier schließen sich vielfältige Fragen an: Was wurde angebaut (Gemüse, Obst oder Kräuter) und in welchen Mengen? Wie hat man Erträge, die nicht gleich verzehrt wurden, bevorratet und konserviert? Wurden Überschüsse weitergegeben, etwa an Bedürftige? Welchen Raum nahmen Blumen und Ziergehölze ein? Wie waren die Gärten aufgeteilt und eingefriedet und wo lagen die verschiedenen Beete im Verhältnis zum Haus? Wie veränderten sich die Gärten mit der Zeit? Gab es regionale Unterschiede? Inwieweit haben Klostergärten, herrschaftliche Gärten, Pastorats- und Schulgärten in den vergangenen Jahrhunderten die ländliche Gartenkultur beeinflussten?

Weitere Aspekte sind die verschiedenen Gartenarbeiten im Jahreslauf und die Frage, warum hauptsächlich Frauen für die Gärten zuständig waren und woher diese ihr Wissen dafür hatten. Zu klären ist auch, ab wann und in welcher Weise ökologische Arbeitsweisen eine Rolle spielten und wie früher eigentlich gedüngt und Ungeziefer bekämpft wurde. Ebenso wird der Aspekt des Gartens als Erholungsort angesprochen. Lauben, Grotten und Spazierwege sowie kunstvoll gestaltete Hecken und Zierbeete sind nur einige Beispiele für gestalterische Elemente, die den Garten über seine wirtschaftliche Nutzung hinaus zu einem Ort der Regeneration, aber auch der Selbstdarstellung für seinen Besitzer machten. Nicht zuletzt setzt sich die Ausstellung mit gängigen Klischees und der häufig gebrauchten, aber dennoch problematischen Bezeichnung „Bauerngarten“ auseinander.

Der Hauptteil der Ausstellung „Kohl-, Appel- un Blomenhoff“ wird im beeindruckenden Innenraum des Barghauses aus Arentsee aus der Wilstermarsch zu sehen sein. Darüber hinaus wird anhand von zehn nach historischen Vorbildern gestalteten Schaugärten auf dem Museumsgelände auf anschauliche Weise vermittelt, welche unterschiedlichen Gartentypen einst in den ländlichen Gegenden Schleswig-Holsteins üblich waren. Und schließlich werden auch im Gelände verteilte landschaftliche Elemente, die das Thema berühren, mit in die Gesamtausstellung einbezogen.

Die Ausstellungspräsentation basiert hauptsächlich auf den Beständen des Landfrauen-Archivs, also auf Archivalien, sie wurde aber zur besseren Anschauung durch gegenständliche Exponate aus dem Freilichtmuseum Molfsee ergänzt. Die Ausstellung wurden unter Beteiligung eines Arbeitskreises erarbeitet, der sich aus Mitgliedern des Landfrauen-Verbandes Schleswig-Holstein e. V. zusammensetzt.

Kuratiert hat das Projekt Dr. Ulrike Looft-Gaude, zugleich verantwortlich für das Landfrauen-Archiv am Landesmuseum.

Eröffnungstermin: 3. Juni 2018, 14.00 Uhr

Ausstellungsorte: Hauptausstellung im Barghaus aus Arentsee Außerdem: Haus Nr. 66 (Gartenhaus) und Haus Nr. 44 alle zehn Museumsgärten im Gelände, ein Kinder-Garten, sechs Geländeobjekte

Kuratorin: Dr. Ulrike Looft-Gaude

Ausstellungsprojektleiter: Dr. Nils Kagel

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Der Drathenhof - Das Restaurant am Museum

 

Der Drathenhof: Das Restaurant am Freilichtmuseum in Molfsee bei Kiel