Klassizismus
Gemälde internationaler Meister wie Angelika Kauffmann
oder Jens Juel werden in der Ausstellung zur Kunst des Klassizismus
neben gleichwertigem Mobiliar und Kunsthandwerk gezeigt. Sie waren
Bestandteil der kostbaren Ausstattung des Herrenhauses Emkendorf.
Friedrich und Julia Reventlow, eine Tochter Schimmelmanns,
erwarben sie auf
ihren Reisen durch ganz Europa für ihr neues Herrenhaus Emkendorf. Dabei bewiesen sie Kennerschaft
und Kenntnis des neuesten Geschmacks, wie etwa zwei rot und
blau bezogene Sitzgarnituren aus Paris oder der Konsoltisch
mit Kandelabern und Tischuhr belegen.
Einen zweiten Schwerpunkt bilden Exponate aus der Residenzstadt
Eutin, wo die jüngere Nebenlinie der Gottorfer residierte.
Während Gottorf im 18. Jahrhundert an Bedeutung verlor,
stieg Eutin zu einem kulturellen Zentrum auf. Männer
aus dem Umfeld Goethes ließen es zum „Weimar
des Nordens“ werden, z. B. der Homer-Übersetzer
Johann Heinrich Voß. Auch Johann Heinrich Wilhelm Tischbein
d. J., der „Goethe-Tischbein“, ließ sich
in Eutin nieder, nachdem er vor den Truppen Napoleons aus
Italien geflohen war. |
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