Sammlungen - Barock
Unter Herzog Friedrich III. entwickelte sich Gottorf im
17. Jahrhundert zu einem kulturellen Zentrum europäischen
Ranges. Zeugnisse der ehemaligen prachtvollen Ausstattung
des Schloßes sind die aufwendigen Stuckdecken, die die barocke
Raumfolge im Obergeschoß prägen. Hier werden heute
neben Skulpturen, Tapisserien und kostbaren Möbeln Gemälde
niederländischer und norddeutscher Künstler gezeigt.
Als Hinweis auf die ehemaligen herzoglichen Sammlungen der
Gottorfer Kunstkammer sind kunsthandwerkliche Pretiosen aus
Elfenbein und Bergkristall, Serpentin und Silber sowie rubinrotem
Kunkelglas ausgestellt. Ein besonderes Kleinod ist eine Taschenuhr
des in Schleswig tätigen Uhrmachers Daniel Kreitzer
- möglicherweise aus dem Besitz der Herzogin, die eine
große Sammlung von Uhren besaß. Ein ganzer Saal
ist dem Hofmaler Jürgen Ovens gewidmet, der seine Ausbildung
in den Niederlanden im Umkreis Rembrandts erhielt.
Eine umfangreiche Sammlung von Reiterbüchern des 17.
bis 19. Jahrhunderts verweist auf die berühmte Gottorfer
Bibliothek.
Zu den größten Schätzen Herzog Friedrichs III.
zählte der berühmte Gottorfer Riesenglobus, der
zu seiner Zeit als achtes Weltwunder galt. Konstruiert wurde
der begehbare Globus nach Plänen des Gottorfer Hofgelehrten
Adam Olearius. Seine äußere Hülle zeigte
die Weltkugel, in seinem Innern ist der Sternenhimmel zu
sehen. Seit Mai 2005 ist eine originalgetreue Rekonstruktion
dieses Globus im neuen Globushaus zu besichtigen,
während im Schloß Modelle des Globus und des ehemaligen
Globushauses gezeigt werden. |
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