19. Jahrhundert
In einer Folge kleinerer, intimerer Räume im Ostflügel
des Schlosses sind Interieurs aus dem Biedermeier ausgestellt.
Vor allem auf dem Gebiet der Möbelkunst wurden in dieser
Epoche neue Typen entwickelt, die den Bedürfnissen des
Bürgertums entsprachen: Klar gebaut, zweckmäßig
und zierlich paßten sie auch in kleine Räume.
Einen besonderen Platz in der Stube erhielt das Sofa. Kennzeichnend
ist der runde Tisch, aber auch der Schreibsekretär für
den Herrn und der Nähtisch für die Dame. Mahagoni
war das bevorzugte Material in Norddeutschland.
Ein umfangreicher
Sammlungsschwerpunkt sind die Gemälde
aus dem „Goldenen Zeitalter“ der dänischen
Kunst. Seit ihrer Gründung 1754 gewann die Akademie
in Kopenhagen nicht nur für dänische, sondern auch
für norddeutsche Künstler zunehmend an Bedeutung.
Bis etwa 1860 studierten alle wichtigen Künstler aus
Schleswig-Holstein dort wie z.B. Asmus Jacob Carstens und
Louis Gurlitt oder auch Eckersberg, Lund und Bissen, die
heute eher der dänischen Kunst zugerechnet werden. Ihre
Ausstrahlung erstreckte sich bis Rom, wo der berühmte
Bildhauer Bertel Thorvaldsen sein Atelier hatte.
Im letzten
Drittel des Jahrhunderts entwickelte sich in Schleswig-Holstein
eine eigenständige realistische Malerei, die ihre Impulse
von der Düsseldorfer Akademie erhielt. Dort hatten
z.B. Hans Peter Feddersen und Hinrich Wrage studiert.
Mit einer
umfangreichen Werkgruppe ist zudem Hans Olde, der Impressionist
des Nordens vertreten.
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