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Kunst nach 1945

Unter den Titeln Ausgangspunkte 1946-1960, Kunst in der Bundesrepublik Deutschland 1960-1989 und Deutschland seit 1990 wird in drei Abschnitten die Entwicklung der Nachkriegszeit in der jungen Bundesrepublik und in Schleswig-Holstein gezeigt, wie sie sich in der Sammlung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte spiegelt. Das Ende von Diktatur und Krieg 1945 bedeutete für viele Künstler in Deutschland die Möglichkeit der Neuorientierung wie auch des angstfreien Rückgriffs auf das eigene Oeuvre oder die vom Beginn des Jahrhunderts bis 1933 erblühten Stilrichtungen. Die ehemaligen Mitglieder der Hamburger Sezession Hans Martin Ruwoldt, Karl Kluth, Eduard Bargheer, Willem Grimm, die Schmidt-Rottluff-Freundin Emy Roeder, der junge Bernard Schultze und der junge Jörn Pfab stehen Max Kaus, Ernst Wilhelm Nay und  Karl Hartung gegenüber.
In den 1960er Jahren wurden die abstrakten Strömungen als unverbindlich be- und angegriffen. Die gesellschaftskritische Position des Realisten Harald Duwe wurde für die jungen Realisten vorbildlich, auch für die, die sich im Fahrwasser der Popart bewegten wie etwa Peter Nagel. Unabhängig davon entwickelten sich andere Kunstströmungen weiter. Einen Ausschnitt dieser Vielfalt zeigen wir mit Werken von Harald Duwe, Peter Nagel, Gudrun Piper, Bernhard Heiliger, Jörn Pfab, Klaus Fußmann u.a. Schon bevor die Mauer fiel, aber insbesondere danach verbanden sich in Deutschland eine freudvoll experimentelle Kunstszene in Ost und West ebenso wie die vorhandenen abstrahierenden und realistischen Strömungen. Insbesondere letztere zeichnet sich in der Sammlung des Landesmuseums  mit Werken von Harald Metzkes, Volker Stelzmann und Stephan Balkenhol deutlich ab.

 

 

 

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