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Kunst des Jugendstil

Der Mäanderhund von Wenzel Hablik
 
Der Mäanderhund von Wenzel Hablik

Im Zusammenklang von Raumausstattung, Malerei, Plastik und Kunsthandwerk wird in der Jugendstil-Abteilung das Prinzip des "Gesamtkunstwerks" anschaulich, dem sich die großen Künstler der Zeit verpflichtet fühlten. Nach Entwürfen von Peter Behrens, Josef Hoffmann und Henry van de Velde wurden die Teppichböden gefertigt. Auch die ausgestellten Gebrauchsobjekte, vom Tischtuch über Geschirr, Glas und Besteck bis hin zu Industrieprodukten, lassen den hohen künstlerischen Anspruch erkennen, der alle Bereiche des Lebens umfasste. Ein gutes Beispiel dafür sind auch die Grafiken von Heinrich Vogeler.
Der Rosen-Dekor des Flensburgers Hans Christiansen etwa schmückte Teppiche, Tapeten und Vorhänge, Fenster und Möbel, Porzellan und Glas. Er galt in Paris als einer der gefragtesten Entwerfer für schöne Gebrauchskunst. Neben verschiedenen Gläsern ist ein ganzes Schlafzimmer von ihm ausgestellt. 
Daneben sind Möbel von Peter Behrens, Richard Riemerschmidt, Henry van de Velde und Wenzel Hablik zu sehen, der sich in Itzehoe niederließ. Er hinterließ ein reiches, eigenwilliges Oeuvre, das neben Mobiliar auch Kunsthandwerk, Zeichnungen und Gemälde umfasst.
Einen Schwerpunkt bei der Malerei bilden Gemälde der Skagen-Maler wie Anna und Michael Anker oder Vilhelm Hammershøi.
Den wohl bedeutendsten Beitrag zum internationalen Jugendstil leistete Schleswig-Holstein mit der "Scherrebeker Kunstwebschule", die Webteppiche nach den Entwürfen bekannter Maler produzierte.

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