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Willkommen in der Norddeutschen Galerie!

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Die Allee von Hinnerk Bodendieck
 
Die Allee von Hinnerk Bodendieck

Eine bekannte Größe am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf ist seit den 1990ern Jahren die Stiftung Rolf Horn mit ihrer Sammlung in der Galerie der Klassischen Moderne. Hier werden Werke des Expressionismus ausgestellt, die eine Geschichte von Auf- und Umbrüchen erzählen. Neben Emil Nolde findet man weitere Künstler der „Brücke“ wie Kirchner und Pechstein. An die Sammlung von Rolf und Bettina Horn schließt sich nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen künftig die Norddeutsche Galerie an, die den Geist des Expressionismus aufnehmen und fortführen wird.

In der neuen Dauerausstellung des Landesmuseums begeben sich die Museumsbesucher auf eine Reise durch die letzten hundert Jahre deutscher Kunst, von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.
Entscheidend für den Charakter der neuen Galerie, die Kurator Dr. Christian Walda mit fast 150 Werken der eigenen Gottorfer Sammlung bestückte, ist der Zuschnitt auf norddeutsche Künstler. Thematisiert werden die Abgrenzungen und Gegensätze der verschiedenen Künstlergenerationen des 20. Jahrhunderts. Der Bezug zwischen der Kunst in der Sammlung Horn und der neuen Galerie ist gleich zu Beginn sichtbar: Der erste Raum beschäftigt sich mit Künstlern des Expressionismus. Es folgt die Kunst der Weimarer Republik im nächsten Raum. Dieser Raum setzt sich intensiv mit den verschiedenen Kunstrichtungen der Zeit auseinander wie der neuen Sachlichkeit oder auch dem Surrealismus. Es war ein Jahrzehnt des Experimentierens mit Farben, Formen und Themen.

Die Phase des Experimentierens endete mit dem Beginn der NS-Diktatur. Viele Künstler wurden mit Malverboten belegt, wie zum Beispiel Eduard Bargheer oder Friedrich Karl Gotsch. Aus jener Zeit hat der Freundeskreis des Landesmuseums in diesem Jahr ein Gemälde der Künstlerin Hedda Theen-Pontoppidan, die lange Jahre wenige Kilometer von Schleswig entfernt im Norden Schleswig-Holsteins gelebt hat, für die Sammlung des Museums erstanden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges versuchte die Generation der Nachkriegszeit an die frühere Kunst der Weimarer Republik anzuschließen. Künstler dieser Zeit sind unter anderem Richard Haizmann, Erich Hartmann, Carl Hilmers und eine der jüngsten Freundeskreis-Erwerbungen, ein Gemälde von Oskar Kehr-Steiner.
Großartige Neuerungen in der Kunst treten verstärkt mit der 68er-Generation auf. Die Künstler des norddeutschen Raums verfolgen dabei besonders realistische Ansätze, ebenso wie gesellschaftskritische.

Hierauf folgen dann die „Norddeutschen Realisten“ wie Friedel Anderson, Tobias Duwe, Christoph Thiele oder auch Nikolaus Störtenbecker. Der Fokus dieser Generation liegt vor allem auf Alltagsgegenständen und Landschaftsmotiven.
Auch der zeitgenössischen Kunst widmet sich die neue Ausstellung. Vertreter sind hier u. a. Annemarie Schulte-Wülwer und der 1972 geborene René Schoemakers. Ein besonderer Raum ist den sogenannten Gottorfer Baumkünstlern gewidmet. Unternehmer Prof. Günther Fielmann, seit 1999 Stifter des Baumpreises, schenkt dem Museum jedes Jahr anlässlich des Internationalen Museumstages ein Werk des geehrten Künstlers.

Norddeutsche Galerie in der Galerie der Klassischen Moderne
Eröffnung: 16. September um 18 Uhr
Kurator Dr. Christian Walda Leiter der Abteilung Gemälde
und Kloster Cismar am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10-17 Uhr, Sa.+So. 10-18 Uhr (bis 31. Oktober)
Di.-Fr. 10-16 Uhr, Sa.+So. 10-17 Uhr (November bis März)

Führungen durch die NORDDEUTSCHE GALERIE

Wissenschaftler-Führung: Sonntag 11. Oktober um 11.00 Uhr
Feierabend-Führung: Mittwoch 13. Januar 2016, 18.30 Uhr.

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