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Die Sammlung von Rolf und Bettina Horn

Seit 20 Jahren besteht die Stiftung Rolf Horn auf Schloss Gottorf. Das Jubiläum haben Bettina Horn und ihre Mitstreiter im Vorstand zum Anlass genommen, die in der Galerie der Klassischen Moderne beheimateten Sammlung neu zu präsentieren. Dabei sind erstmals einige spektakuläre Neuerwerbungen zu sehen.

Die Galerie der Klassischen Moderne, seit 1995 Sitz der Sammlung und Stiftung Rolf und Bettina Horn, hat ihren Ort in einem zweiflügligen Gebäude auf der Gottorfer Schlossinsel. Nach dem Ausbau des ehemaligen Pferdestalls durch den Stifter sind hier die Sammlung Horn sowie private Leihgaben und moderner Bestand des Museums zu sehen. Seiner Maxime folgend, dass die "Dinge einem nur auf Zeit gehören", hatten der Sammler und seine Frau Bettina 1993 ihren Besitz an expressionistischer Kunst, afrikanischer und ozeanischer Plastik sowie zeitgenössischen Skulpturen (wie denen Bernhard Heiligers im Park) dem Museum als Stiftung übergeben.
Der Berliner Unternehmer Rolf Horn stammte aus Kiel. Es war sein Wunsch, seinen Kunstbesitz in der norddeutschen Heimat aufgehoben zu wissen.
Im Zentrum der Sammlung, die nach dem Tod des Stifters 1995 von Bettina Horn kontinuierlich durch Ankäufe erweitert worden ist, steht die Kunst des deutschen Expressionismus, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den norddeutschen Künstlern Christian Rohlfs, Emil Nolde und Ernst Barlach.
Ein Kabinett ist den Köpfen Alexej Jawlenskys gewidmet. Die Werke der Künstlergruppe "Brücke" bilden einen weiteren Schwerpunkt. Den Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Max Pechstein sind Werke außer­europäischer Skulptur gegenübergestellt. Von der besonderen Neigung Horns zu Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, ihrer bildnerischen Kraft und Menschlichkeit spricht die große Kollektion von Terrakotta-Skulpturen, Bronzen, graphischen Einzelblättern und Zyklen dieser beiden Künstler. In dem für sie geschaffenen Saal ist als machtvolle Erscheinung auch Barlachs "Schwebender" vom Güstrower Ehrenmal aus dem Besitz des Museums zu sehen.
Durch zwei weitere Neuerwerbungen ist nun auch Karl Hofer mit mehreren Gemälden vertreten. Zusammen mit den Werkgruppen von Werner Heldt und Hans Uhlmann richtet die Ausstellung damit auch ein Augenmerk auf die deutsche Kunst nach 1945.

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