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2500 Kunstwerke für Schloss Gottorf

Die Freude steht Stifterin Elisabeth Bönsch, der Direktorin Dr. Kirsten Baumann und Geschäftsführer Guido Wendt ins Gesicht geschrieben. Fotos: Dannenberg
 
Die Freude steht Stifterin Elisabeth Bönsch, der Direktorin Dr. Kirsten Baumann und Geschäftsführer Guido Wendt ins Gesicht geschrieben. Fotos: Dannenberg

Fast 50 Jahre lang hat das Ehepaar Dr. Hans-Joachim (†) und Elisabeth Bönsch aus Wolfsburg Kunst gesammelt, vor allem Grafik, aber auch hochkarätige Gemälde. Jetzt hat die mehr als 2500 Exponate umfassende Sammlung Bönsch eine neue Heimat – das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Schleswig-Holstein auf Schloss Gottorf. Zum ersten Mal gezeigt werden Werke aus der Sammlung Bönsch in Schleswig ab dem 9. Oktober. Dann wird in der Galerie des 19. Jahrhunderts die Ausstellung „Ouvertüre. Highlights der Sammlung Bönsch“ eröffnet.

Mit einem kleinen Festakt im feinen Plöner Saal zu Gottorf anlässlich der Vertragsunterzeichnung haben am 22. Januar 2016 Elisabeth Bönsch, der leitende Direktor der Stiftung Schloss Gottorf, Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim sowie die Gottorfer Direktorin Dr. Kirsten Baumann ihre „Vermählung“ offiziell bekannt gegeben. Die Werke der Kunststiftung Bönsch gehen als Dauerleihgabe in den Besitz des Landesmuseums nach Schloss Gottorf. Damit nicht genug: Nach und nach werden auch die Werke, die sich jetzt noch im Privatbesitz von Elisabeth Bönsch befinden, in das Eigentum des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte übergehen.
Erstmals zu sehen gibt es die Sammlung Bönsch in Schleswig ab 9. Oktober 2016. Aus den vielseitigen Konvoluten wird das Landesmuseum eine große und hochkarätige Auftaktausstellung in der Galerie des 19. Jahrhunderts kuratieren: „Ouvertüre. Highlights der Sammlung Bönsch“.
„Die Sammlung Bönsch schließt einerseits hervorragend an die bestehenden Bestände mit Grafiken der Klassischen Moderne auf der Schlossinsel an, auch an die Sammlung Horn, ohne dass es hier zu Dopplungen kommt, andererseits kommt es aber auch zu einer umfassenden Erweiterung und Ergänzung. Denn mit den Beständen des deutschen und französischen Impressionismus wird für Gottorf eine Lücke geschlossen, denn in diesem Bereich gibt es in den ansonsten sehr umfangreichen Gottorfer Grafikbeständen große Defizite", sagt die Direktorin des Landesmuseums, Dr. Kirsten Baumann.

Ab 2017 wird es eine kleine Dauerausstellung auf der Schlossinsel geben, so dass die Sammlung Bönsch stets präsent sein wird; darüber hinaus werden jährlich Sonderausstellungen gezeigt, die biografisch oder thematisch angelegt sein können. Betreut wird die Sammlung vom Kurator für die Grafischen Sammlungen, Dr. Thomas Gädeke.
Folgende Künstler sind in der Sammlung Bön vertreten: Ernst Barlach, Paul Cezanne, Lovis Corinth, Edgar Degas, Otto Dix, Francisco Goya, George Grosz, Erich Heckel, Karl Hofer, Willy Jaeckel, Max Klinger, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz , Walter Leistikow, Max Liebermann, Edouard Manet, Adolph von Menzel, Max Pechstein, Pierre-Auguste Renoir, Christian Rohlfs, Max Slevogt, Henri de Toulouse-Lautrec, Heinrich Vogeler.

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