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Neuordnung der Gottorfer Kunst

— abgelaufen
Der Revolutionär von Droemmer
 
Der Revolutionär von Droemmer

Sich die Kunstbestände auf der riesigen Schleswiger Schlossinsel zu erschließen war nicht immer ganz einfach. Mittlerweile ist die chronologische Zuordnung auf klar definierte Ausstellungsräume erfolgt. So ist die Präsentation der Kunst vor 1945 beispielsweise in der Galerie der Klassischen Moderne zu sehen.

Mit einer ersten Neuordnung der eigenen Sammlungsbestände erfüllt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte so manchem Besucher den Wunsch nach einer besseren Kenntlichmachung der Gemälde- und Skulpturensammlung von Schloss Gottorf. Nun sind die Kunstgegenstände chronologisch bestimmten Gebäudeteilen auf der Schlossinsel zugeordnet. So finden die Besucher im Gang und in den drei wunderbaren Räumen der Galerie des 19. Jahrhunderts im Ostflügel des Schlosses eine große Auswahl der Gemälde aus der Zeit der Deutsch-Dänischen Malerei des 19. Jahrhunderts. Diese Abteilung beschließt praktisch den historischen Rundgang durch das Schloss, der den Besuchern bekanntlich einen Einblick verschafft in die Kunst und Kulturgeschichte des Landes vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.
Weiter geht es dann im östlichen Teil der Schlossinsel. Dort wurde der zweite Teil der Galerie der Klassischen Moderne im Einklang mit der Sammlung Horn vollkommen neu aufgestellt. Auf den sogenannten Barlach-Raum folgt die Kunst vor 1945. Gezeigt werden schwerpunktmäßig Werke des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit sowie solche von Georg Tappert und Friedrich Karl Gotsch. Und das erste Obergeschoss des nebenstehenden Kreuzstalls gehört künftig der Kunst nach 1945. Unter den Titeln Ausgangspunkte 1946-1960, Kunst in der Bundesrepublik Deutschland 1960-1989 und Deutschland seit 1990  wird hier in drei Abschnitten die Entwicklung der Nachkriegszeit in der jungen Bundesrepublik und in Schleswig-Holstein gezeigt, wie sie sich in der Sammlung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte spiegelt. Die ehemaligen Mitglieder der Hamburger Sezession Hans Martin Ruwoldt, Karl Kluth, Eduard Bargheer, Willem Grimm, die Schmidt-Rottluff-Freundin Emy Roeder, der junge Bernard Schultze und der junge Jörn Pfab stehen Max Kaus, Ernst Wilhelm Nay und  Karl Hartung gegenüber. Zu sehen sind ebenfalls Bilder von Harald Duwe, Peter Nagel, Gudrun Piper, Bernhard Heiliger, Jörn Pfab, Klaus Fußmann u.a.. Und schon bevor die Mauer fiel, aber insbesondere danach verbanden sich in Deutschland eine freudvoll experimentelle Kunstszene in Ost und West ebenso wie die vorhandenen abstrahierenden und realistischen Strömungen. Insbesondere letztere zeichnet sich in der Sammlung des Landesmuseums  mit Werken von Harald Metzkes, Volker Stelzmann und Stephan Balkenhol deutlich ab.  

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