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Sonderausstellung für Maria C. P. Huls

Maria C. P. Huls erläutert ihre Arbeitsweise an einem Objekt
 
Maria C. P. Huls erläutert ihre Arbeitsweise an einem Objekt

In diesem Jahr zeichnet die Dr. Dietrich Schulz-Kunststiftung die Künstlerin Maria C. P. Huls mit dem Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft aus. Anlässlich der Kunstpreisverleihung ist vom 22. September bis 7. Januar in der Norddeutschen Galerie auf Schloss Gottorf eine Ausstellung mit Werken von Huls zu sehen.

Die gebürtige Niederländerin Maria C. P. Huls, die seit 1988 mit Unterbrechungen in Schleswig-Holstein ihre Kunst schafft, erzeugt in ihrem Atelier in Dagebüll mit ihrem präzisen bildhauerischen Handwerk Arbeiten von außergewöhnlicher Schönheit, die hauptsächlich aus Marmor, Schiefer, Alabaster, Dolerit und Granit gehauen sind – Werke, die entweder weiß oder schwarz sind, hell oder dunkel erscheinen, leicht oder schwer wirken.

Für Arbeiten auf Papier radiert sie mit der Nadel direkt in die Druckplatte (Kaltnadel) und schafft mit dieser Technik reizvolle Formenspiele. Konzeptionelles Grundgerüst ihrer bildenden Arbeit insgesamt sind elementare, fast mathematische Grundformen. Maria Huls wählt auf Papier wie in Stein oft den spannungsvollen Gegensatz, den sie durch eine sublime Ästhetik zur Harmonie führt.

Zugleich sind Gedichte von Huls in der Ausstellung zu finden. Wie in ihren bildhauerischen und grafischen Arbeiten verdichtet die Künstlerin auch in ihren Texten durch Rückführung auf elementare Bestandteile. Diese Verdichtungen sind im mal gedrängten, mal freieren Schriftbild wiederzuentdecken. Ihre Texte sind damit mehr als Inhalte, sie sind sinnliche Bilder ihrer Gedanken.

 

Huls ist 1950 im niederländischen Heteren geboren, hat an der Arnheimer Akademie voor beeldende kunsten studiert, kam aber erst über Umwege zur Bildhauerei. Mit über dreißig Jahren hatte sie ein Erweckungserlebnis, bei dem sie Stunden an einem Stein gearbeitet hat und seitdem bei der Bildhauerei geblieben ist.

 

Die Studien- und Fördergesellschaft, die Trägerin der Dr. Dietrich Schulz-Stiftung ist, nimmt ihr 50-jähriges Bestehen zum Anlass, in diesem Jahr auch einen mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis zu verleihen: Er geht am 21. September im Rahmen des Festaktes mit Fabian Vogler ebenfalls an einen Bildhauer. Von Vogler werden im Kreuzstall zwei Arbeiten zu sehen sein.

 

Zur Ausstellung mit den Werken von Maria C. P. Huls ist ein Katalog erschienen, er umfasst 84 Seiten und kostet 12,80 Euro.

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