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Ab 25. März in der Reithalle: Klaus Fußmann

Er ist einer der renommiertesten Maler in Deutschland und Schloss Gottorf in besonderem Maße verbunden – Klaus Fußmann. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf zeigt vom 25. März bis 28. Oktober aus Anlass seines 80. Geburtstages eine umfassende Einzelausstellung der Reithalle. Das Schaffen des 1938 in Velbert geborenen Künstlers kreist um die Schleswig-Holsteinische Landschaft vornehmlich der Ostsee und des Binnenlandes um seinen Wohnort Gelting herum. In der Farbigkeit seiner Motive erreicht Klaus Fußmann eine erstaunliche Intensität.

Das Gottorfer Publikum kennt und schätzt Klaus Fußmann, dessen Kunst international ausgestellt und präsent ist, besonders hoch. Vor allem seine Blumen- und Landschaftsbilder sind prägend für seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Umso spannender dürfte die Auseinandersetzung mit Klaus Fußmann werden, wenn die Ausstellung unter dem Titel „Von Anfang an“ mit mehr als 150 Gemälden, Gouachen und Aquarellen auf der Museumsinsel zu sehen ist. Sie wird überwiegend noch nicht gezeigte Werke aus sechs Jahrzehnten bringen, wobei der Schwerpunkt auf den neueren Arbeiten liegen wird. Die teils großformatigen Gemälde stellen in stark pastoser Malerei Landschaften und Gärten des Nordens sowie eigenwillig symbolische Figurenerfindungen dar.

Geboren wurde Klaus Fußmann am 24. März 1938 in Velbert/Rheinland, seit fünf Jahrzehnten sind seine Bilder auf verschiedenen Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen und immer wieder wurde sein Werk mit Preisen bedacht. Fußmann gilt als ein Maler der großen Natureffekte, hat sich nach seinem Studium – unter anderem an der Hochschule für Bildende Künste Berlin – wie einige der von ihm verehrten „Brücke“-Künstler auch vom schleswig-holsteinischen Himmel und den Farben der Ostseeküste faszinieren lassen. Er verbringt seit Jahrzehnten einen Teil des Jahres fernab der Großstadt Berlin inmitten der farbenfrohen schleswig-holsteinischen Natur, unweit der Flensburger Förde.

Bereits 1974 wurde ihm eine Professur an der Hochschule der Künste in Berlin verliehen, seit 1989 ist er Mitglied der Freien Akademie Hamburg. Fußmann-Bilder sind in vielen Museen zu sehen und haben Eingang gefunden in zahlreiche private Sammlungen. Immer wieder erreichen ihn aber auch Aufträge, für den öffentlichen Raum zu malen. 2004 wurden zwei großformatige Gemälde in der riesigen Ullstein-Halle des neuen Axel-Springer-Verlagshauses in Berlin enthüllt, 2005 gestaltete er ein Deckengemälde im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Der Berliner Professor für Malerei wurde 1987 in der Reithalle und 2008 in der damaligen „Sammlung Großhaus“ im Kreuzstall ausgestellt. Ausstellungen seiner Graphiken und Keramiken fanden mehrfach im Kloster Cismar statt. Die Sammlungen des Museums für Kunst und Kulturgeschichte sowie der Stiftung Horn enthalten zahlreiche Gemälde des Künstlers, die durch alle Direktoren seit Gerhard Wietek angeschafft wurden. Klaus Fußmann schenkte dem Landesmuseum sukzessive sein gesamtes grafisches Werk von mehr 700 Blättern. 2001 wurde Klaus Fußmann der erste Gottorfer Baummaler.

Der Kieler Filmemacher Wilfried Hauke hat einen Film gedreht über Klaus Fußmann, der aus Anlass seines Geburtstages gezeigt wird. Wilfried Hauke hat sich einen Namen gemacht mit Film-Stoffen, die sich um Künstlerpersönlichkeiten drehen, zuletzt legte er den neuen Nolde-Film vor. Das Fußmann-Porträt „Es ist Zeit“ wird erstmals am Sonntag, 18. März, um 11 Uhr im NDR zu sehen sein.

Öffnungszeiten ab 25. März:

Di bis Fr: 10 bis 17 Uhr

Sa, So und Feiertage: 10 bis 18 Uhr

 

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