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Sihle-Wissel: Retrospektive mit Werken aus 60 Jahren

23. Februar - 04. Mai 2014 Reithalle

Das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum ehrt den norddeutschen Bildhauer Manfred Sihle-Wissel mit einer Retrospektive zum 80. Geburtstag. In der Gottorfer Reithalle werden bis zum 4. Mai Werke Sihle-Wissels aus den vergangenen sechs Jahrzehnten gezeigt. Darunter Exponate, die noch nie ausgestellt wurden.
Seit 1981 lebt und arbeitet der Bildhauer Manfred Sihle-Wissel, 1934 in Tallin geboren, in Brammer in Schleswig-Holstein. In Hamburg an der heutigen Hochschule für Bildende Künste studierte er bei Edwin Scharff und Hans Ruwoldt. Und in Hamburg, Kiel, Rendsburg, Schleswig sowie zahlreichen weiteren Plätzen im öffentlichen Raum finden sich Werke von ihm, ebenso in mehreren Museen im Lande, darunter im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Dies ist mehr als Grund genug, anlässlich des 80. Geburtstags des Bildhauers in einer großen Ausstellung in der Reithalle einen Überblick über beinahe sechs Jahrzehnte seines Schaffens zu geben. 
Insgesamt werden gut 120 Werke gezeigt. Reliefs und Skulpturen bilden die größte Gruppe, dazu kommen Entwurfszeichnungen und 20 Landschaftsaquarelle, die auf den zahlreichen Reisen Sihle-Wissels in den nahen Osten entstanden. Eine weitere Werkgruppe bilden die Portraits. Hier ist eine Auswahl von zwölf Arbeiten zu sehen, neben den Bildnissen von Helmut Schmidt und seiner Frau Loki ausschließlich „Künstlerköpfe“.
Die frühesten Werke der Präsentation stammen aus dem Jahr 1956, die Zeichnung eines männlichen Torsos und die Kleinplastik eines Liegenden. Aus allen Werkphasen des Künstlers werden wichtige Arbeiten gezeigt, ein besonderer Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Schaffen der jüngsten Jahre. So wird eine ganze Reihe von Werken erstmals in einer Ausstellung präsentiert.
Im Gegensatz zum figurativen Frühwerk, das gleichwohl deutlich zugunsten der kubischen Wirkung abstrahiert ist, dominieren in den folgenden Jahren ungegenständliche Arbeiten. Meist tragen sie den lapidaren Titel „Figur“ oder „Stele“. Ihnen stehen jedoch seit etwa 2000 wieder figürliche Arbeiten gegenüber, in denen das figurative Frühwerk weitergeführt wird.

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