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Stiftung Horn seit 20 Jahren auf Schloss Gottorf

— abgelaufen

Seit 20 Jahren besteht die Stiftung Rolf Horn auf Schloss Gottorf. Das Jubiläum nimmt Bettina Horn zum Anlass, die in der Galerie der Klassischen Moderne beheimatete Sammlung neu zu präsentieren. Dabei werden erstmals auch einige hochkarätige Neuerwerbungen zu sehen sein.

Die Sammlung Rolf Horn hat seit 1995 ihren Sitz in der Galerie der Klassischen Moderne, einem ehemaligen Stallgebäude, das Rolf Horn in ein funktionales Ausstellungshaus hatte verwandeln lassen. Er wollte damit dem Museumsbestand des frühen 20. Jahrhunderts wie seinen eigenen, vom deutschen Expressionismus geprägten Besitz einen gemeinsamen Ort schaffen.

Rolf Horn verstarb 1995; seither leitet seine Frau Bettina Horn die Stiftung. Sie hat in den vergangenen Jahren den Bestand mit Ankäufen, u. a. von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz, Otto Mueller, Alexej von Jawlensky und anderen Künstlern der Zeit um 1910 bis 1925 kontinuierlich erweitert. Von letzerem kam 2009 das Gemälde „Gelbes Licht“ als Neuerwerbung dazu, so dass Alexej von Jawlensky nun zwei Kabinette gewidmet sind. Mit dem Jawlensky-Aquarell „Bildnis der Madame Konstantinowa“ von 1912/13 ist zudem eine vorher nie gezeigte kleine Kostbarkeit zu sehen.

Ein eigenes Kabinett füllen nun auch Werke von Ernst Ludwig Kirchner, neben den großen Gemälden, die zum Hauptbestand der Sammlung Horn gehören: aus Museumsbesitz werden Zeichnungen aus der fruchtbaren Fehmarn-Zeit in Korrespondenz mit graphischen Werken aus der Sammlung Horn gezeigt, die zuletzt um den seltenen frühen Farbholzschnitt „Liegender Akt“ von 1908 erweitert werden konnte.  Erst kürzlich konnte Bettina Horn zwei „Südseeinsulaner“ von Emil Nolde erwerben, so dass nun insgesamt acht Aquarelle dieser wichtigen Werkgruppe Noldes präsentiert werden können. Auch Noldes berühmte Folge von Radierungen vom Hamburger Hafen von 1910 wurde um zwei prominente Blätter auf nunmehr sechs erweitert, so dass das Werk Emil Noldes in der neuen Präsentation – zusammen mit weiteren Werken aus Museumsbesitz – in deutlich größerem Umfang gezeigt werden kann.

Darüber hinaus wurde durch Erwerbungen und Ausstellungen innerhalb der Sammlung auch der Blick in die Gegenwart hinein geöffnet. So trafen sich in den vergangenen Monaten Werke der Sammlung Horn mit den großformatigen Holzschnitten des Berliner Künstlers Matthias Mansen zu einem Dialog, der Besuchern auch eine neue Sicht auf die Fülle klassischer expressionisti­scher Meisterwerke eröffnet haben mag. Solch anregenden Begegnungen verdankt die Stiftung Horn jetzt eine großartige Bereicherung:  Walter Feilchenfeldt, Zürich, machte ihr zum Abschluss der Ausstellung „Dialoge“ die beiden umfangreichen Holzschnitt-Folgen Mansens zum Geschenk.

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