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Beste Freunde – Kunstwerke für Gottorf

— abgelaufen

Mit einer Rückschau auf mehr als 65 Jahre aktiven Sammelns für das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte startet die Stiftung ins Ausstellungsjahr. Vom 16. Februar bis 5. Juni zeigt die Schau "Beste Freunde - Kunstwerke für Schloss Gottorf" eine Auswahl aus den rund 1.000 Objekten, die der Freundeskreis Schloss Gottorf seit 1949 gesammelt und dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat.

Seit mehr als 65 Jahren unterstützt der Freundeskreis Schloss Gottorf e. V. das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. 1949 zum Zweck der Förderung der Museumsarbeit durch einen kleinen Mitgliederkreis von sieben Personen gegründet, sind die Anschaffung von Kunstwerken und die Unterstützung von Projekten wie die derzeit laufende digitale Inventarisierung heute die prominentesten Aufgaben des Freundeskreises. 1.500 Mitgliedschaften (durch die vielen Familienmitgliedschaften sind dies ungefähr 3.500 Einzelmitglieder) bedeuten eine finanzstarke Gemeinschaft.

Etwa 1.000 Objekte – Gemälde, Druckgrafiken, Handzeichnungen, plastische Arbeiten und Kunsthandwerk – sind bis heute zusammengekommen und stehen dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung. In der Reithalle zeigt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in seiner neuen Sonderausstellung (16. Februar bis 5. Juni 2016) davon etwa 20 Prozent.

Die Ausstellung ist strukturiert durch die verschiedenen Gattungen der Sammlung. Einen großen Bereich macht die Malerei aus, die in eine alte (vor allem bis ins 20. Jahrhundert) und eine neue zeitgenössische Malerei aufgeteilt ist, deren Hauptaugenmerk Gemälde der Norddeutschen Realisten sind. Herausgestellt werden die verschiedenen Motive von der Landschaft über das Stillleben bis zum Körperbild.

Der größte Sammlungsbestand zeigt sich bei den Arbeiten auf Papier mit herausragenden Handzeichnungen und Druckgrafiken. So werden unsere Besucher in der Reithalle durch die raumfassende zeichnerische Serie HAP Grieshabers zur Josefslegende (1970) empfangen und in den mit 800 Quadratmetern größten Ausstellungsraum des Landesmuseums gezogen. Weitere Arbeiten auf Papier finden sich vor allem auf der Empore.

Das Kunsthandwerk ist unter der Empore zu finden. Hier sind Fayencen des 18. Jahrhunderts ausgestellt und unter anderem Werke von Ernst Barlach, Johannes Gebhardt sowie Uwe und Inke Lerch zu finden. Einen besonderen Platz erhalten hat der großartige Wandteppich „Urlandschaft“, gewebt von Hildegard Osten nach dem Motiv von Alfred Mahlau. Nicht weniger auffällig und aufwändig präsentiert: das zwischen 1906/1908 von Richard Riemerschmid entworfene Wohnzimmer des Lübecker Fotografen Schwegerle.

In einem eigenen Raum in der Reithalle geht es um die Geschichte des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte entlang der Amtszeiten der Direktoren (siehe Anhang), von den Anfängen als „Thaulow-Museum“ in Kiel bis zur heutigen Museumsarbeit unter Dr. Kirsten Baumann. Diese Geschichte spiegelt den Werdegang der Sammlung des Freundeskreises unmittelbar wider, bestimmten doch die Direktoren maßgeblich die Sammlungspolitik der jeweiligen Zeit.

Wichtige Highlights der Freundeskreis-Sammlung finden die Besucher darüber hinaus in unseren Dauerausstellungen im Schloss (von der Gotischen Halle bis zum Ende des 19. Jahrhunderts) und auf der Schlossinsel (Kreuzstall, Sammlung Horn, Norddeutsche Galerie). An dem roten Freundeskreis-Symbol erkennen die Besucher die Anschaffungen durch den Freundeskreis. Die Einbettung in die Dauerausstellung zeigt, welch integraler Bestandteil die Sammlung des Freundeskreises innerhalb der Sammlung des Landesmuseums ist.

„Beste Freunde – Kunstwerke für Schloss Gottorf“

Reithalle, Schloss Gottorf

16. Februar bis 5. Juni 2016

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 10 bis 16 Uhr | Sonnabend + Sonntag 10 bis 17 Uhr

Ab 21. März: Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr | Sonnabend + Sonntag 10 bis 18 Uhr

An Karfreitag (25. März) und an den Oster-Feiertagen 10 bis 18 Uhr

 

Der Katalog zur Ausstellung:

Zu der Ausstellung ist ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen der Kunstwerke erschienen. Darüber hinaus sind Texte bekannter Autoren einzelnen Werken gegenüber gestellt. Das Buch kostet 28 €, Freundeskreismitglieder erhalten es bei Vorlage des Mitgliedsausweises zum Vorzugspreis von 20 €.

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