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Größte Abtei Ostholsteins

Kloster Cismar aus der Vogelperspektive
 
Kloster Cismar aus der Vogelperspektive

Das ab 1245 von Benediktinermönchen erbaute Kloster Cismar ist die größte und bedeutendste mittelalterliche Abtei in Ostholstein. Nach einer Sanierung in den 1980er Jahren ist die Anlage ein Anziehungspunkt für Touristen.

Im Laufe der Geschichte hat die einst prächtige Klosteranlage viele Höhen und Tiefen erlebt. In einiger Entfernung zur Hansestadt Lübeck war das in Teilen bis heute erhaltene Kloster errichtet worden. Dank einer Heilquelle entwickelte sich die Anlage im Mittelalter zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Im Gefolge der Reformation wurde die Abtei jedoch 1561 aufgehoben und ihre Besitzungen gingen an die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf über.
Heute dient das Ensemble, das zwischen 1982 und 1987 umfassend saniert wurde, als kulturelles Zentrum. In der barocken Amtmannwohnung präsentiert das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Schloss Gottorf in der Zeit zwischen April und Oktober Sonderausstellungen alter und neuer Kunst, das ganze Jahr über veranstaltet der sehr aktive Freundekreis von Cismar Konzerte und Lesungen. Seit 1999 gehört Kloster Cismar als Dependance zur Stiftung Schleswig-Holsteinische-Landesmuseen Schloss Gottorf.
In den wuchtigen Kellergewölben befindet sich der Brunnen der mittelalterlichen Heilquelle. Das heutige Café war ein Teil des Refektoriums (Speisesaal der Mönche).  Nordwestlich der Klosterkirche steht das kleine "Jägerhaus", im vorigen Jahrhundert Finanzamt des Kreises und im Westen das im dänisch-klassizistischen Stil erbaute "Weiße Haus", jetzt Literaturzentrum und Lebensmittelpunkt der Lyrikerin Doris Runge.

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