Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen
Benutzerspezifische Werkzeuge

Saisonauftakt: Werke von Rudolf Jahns

— abgelaufen

Inspirationsquelle Musik. Rudolf Jahns - Gemälde und Zeichnungen: So lautet der Titel der ersten Ausstellung dieses Jahres in der Gottorfer Dependance Kloster Cismar. Eröffnet wird die Präsentation der Jahns-Werke am Sonntag 1. April um 12 Uhr.

Mit Rudolf Jahns  stellt das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte einen bedeutenden norddeutschen Künstler aus der Aufbruchszeit der Moderne in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts vor. Der Blick auf die Entstehungsjahre der Moderne, auf die Auswirkungen von Kubismus und Abstraktion und die Entwicklung eines strengen Konstruktivismus wird damit vervollständigt und erneut geschärft. Wie auch sonst sollen gegenwärtige und zukünftige Strömungen in der Kunst beurteilt werden, wenn nicht das bis dahin geleistete sorgfältig angeschaut und bedacht werden kann? Mit dieser Kunst kommen ein Werk und ein Lebensweg in den Blick, die von der Spannung zwischen Ordnung und freier künstlerischer Schwingung bestimmt sind.
Jahns‘ Brotberuf als Steuerbeamter hat an das Schicksal Kafkas denken lassen. Der Drang zu künstlerischem Schaffen war stark von seiner Musikalität geleitet. Das und insbesondere die Beziehungen zur Musik Johann Sebastian Bachs hat Anja Eilenstein, wissenschaftliche Volontärin am Landesmuseum und Kuratorin der Ausstellung, herausgearbeitet. Die Ausstellung zeigt eine repräsentative Auswahl von Arbeiten aus Rudolf Jahns‘ Lebenswerk, das sich über mehr als sechs Jahrzehnte – vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zu seinem Tod im Jahr 1983 – erstreckte.
Das Gelingen dieser Ausstellung ist wesentlich der Förderung durch die Rudolf Jahns Stiftung in Detmold zu verdanken. Sehr engagiert hat sich aber auch die Tochter des Künstlers, Frau Roselieb-Jahns, für das Projekt. Sie hat der Kuratorin zur Seite gestanden.
Ein Teil der Ausstellung dokumentiert die frühe Werkphase Jahns mit Arbeiten, in denen der Künstler das strenge Gefüge des geometrischen Formenvokabulars durch  eingespannte organische Formen und Figurenelemente aufweicht.
Mit seinen Kompositionen nimmt Jahns eine besondere und eigene Stellung in der Geschichte der abstrakten und konstruktivistischen Kunst in Deutschland ein. Erste Erfolge hat Jahns mit »Akte im Raum« von 1924 in der Galerie »Der Sturm«. 1927 gründet er gemeinsam mit Kurt Schwitters und anderen die Künstlergruppe »die abstrakten hannover«. Im Dritten Reich als »entartet« verfemt, zieht sich Rudolf Jahns aus der Öffentlichkeit zurück, ohne jedoch die Malerei aufzugeben. Der zweite Teil der Ausstellung präsentiert eine Auswahl seines umfangreichen Spätwerks, dessen Schaffensphase nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzt und von einer neuen Form der Abstraktion bestimmt ist, dem Spiel von freien Formen, Linien und Farben.
Inspirationsquelle Musik
Rudolf Jahns Gemälde und Zeichnungnen

1. April bis 1. Juli

Kloster Cismar, Bäderstraße 42 in Grömitz/Ortsteil Cismar

Öffnungszeiten: 1. April bis 1. Juli Di.-So. 10-17 Uhr

 

Der Katalog zur Ausstellung ist sowohl in Kloster Cismar als auch auf Schloss Gottorf zum Preis von 19,90 € zu erwerben.

 

Zur Ausstellungseröffnung lädt die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf am Sonntag, 1. April um 12 Uhr nach Cismar ein.
Es werden Dr. Thomas Gädeke (Schloss Gottorf) und Prof. Dr. Ulrich Krempel (Sprengel Museum Hannover) sprechen, die Einführung in die Ausstellung hält
Dr. Anja Eilenstein.

 

Artikelaktionen