Die zwischen 1245 und 1330 errichtete Klosterkirche gehört
zu den herausragenden Bauten der norddeutschen Backsteingotik.
Während die ältesten Bauteile des Schiffs noch
der frühen Gotik entstammen, zeigt die eindrucksvolle,
lichtdurchflutete Choranlage der Kirche, wie sich die lübisch
geprägte norddeutsche Backsteinarchitektur um 1260/70
erstmals von der bloßen Nachahmung ihrer Vorbilder
aus Naturstein löste und eigenständige baukünstlerische
Lösungen entwickelte.
Seit dem 18. Jahrhundert wird nur noch der Ostteil des
Baus als Kirche genutzt. Hier finden jeden Sonntag um
9:15 Uhr
ev.-luth. Gottesdienste statt. Während der Sommermonate
werden mittwochs und samstags um 17:00 Uhr Kirchenführungen
angeboten.
Im Westteil der Kirche wurde 1767 eine Amtmannswohnung
eingebaut, deren qualitätvolle Rokokoausstattung mit einer originalen
Holztreppe und den Stukkaturen in der »Beletage« die
nordische Kultur des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Im oberen
Geschoß sind die beeindruckenden gotischen Gewölbe
der Kirche erhalten geblieben.