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ÖFFNUNGSZEITEN

Jüdisches Museum Rendsburg

Di–Sa 12 bis 17 Uhr
So 10 bis 17 Uhr

oder nach  Vereinbarung

Zusätzlich am Montag, 1. Mai, und Pfingstmontag, 5. Juni, jeweils von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Prinzessinstraße 7–8
24768 Rendsburg
+49(0)4331 44043-0

info@jmrd.de

Besuchen Sie auch unser neues Eisenkunstgussmuseum Büdelsdorf: Die Eintrittskarte des Jüdischen Museums Rendsburg berechtigt Sie zum Besuch des Eisenkunstgussmuseums in den nächsten 7 Tagen.

KulTour

NEU ab 30. Oktober 2016: Sonntags ist der Eintritt ins Jüdische Museum Rendsburg, ins Eisenkunstgussmuseum und in die Museen im Kulturzentrum frei - inklusive Gratis-Kaffee.

 

 

Kapitel jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein

— abgelaufen
Jüdische Holocaust Überlebende vor der Synagoge Lübeck 1946
 
Jüdische Holocaust Überlebende vor der Synagoge Lübeck 1946

Zurzeit beleuchtet die viel beachtete „Exodus“-Ausstellung im Jüdischen Museum Rendsburg ein Kapitel der Landesgeschichte, mit dem Schleswig-Holstein mit zum Wegbereiter der Gründung des Staates Israel wurde. Am Mittwoch, 11. Oktober, stellt die Kieler Historikerin Sigrun Jochims-Bozic ab 19 Uhr in einem Vortrag die besondere Rolle Lübecks für das jüdische Leben nach 1945 heraus. Der Ort wurde für viele Holocaust-Überlebende zur Durchgangsstation nach Palästina. Der Eintritt ist frei.

„Lübeck ist nur eine kurze Station auf dem jüdischen Wanderweg. Jüdisches Leben in Schleswig-Holstein 1945–1950“ ist Titel eines Vortrages am Mittwoch, 11. Oktober, ab 19 Uhr im Jüdischen Museum Rendsburg. Die Kieler Historikerin Sigrun Jochims-Bozic beleuchtet im Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Die Exodus-Affäre. Schleswig-Holstein und die Gründung Israels“ ein spannendes und in der Öffentlichkeit wenig bekanntes Kapitel jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein. Der Eintritt ist frei.

In den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es in Schleswig-Holstein vorübergehend mehr Juden als jemals zuvor. Diese Menschen – vor allem Holocaust-Überlebende aus Osteuropa und sogenannte „Displaced Persons“ – hatten allerdings nicht vor, sich nach dem Ende des Holocaust dauerhaft im Land der Täter niederzulassen; für sie war die britische Besatzungszone vor allem eine Durchgangsstation auf ihrem Weg in Richtung Palästina, wo sie eine sichere neue Heimat finden wollten. Mehr als 15.000 Menschen sind allein zwischen 1945 und 1947 von jüdischen Hilfsorganisationen durch Schleswig-Holstein geschleust worden. Hierbei spielte die Stadt Lübeck eine besonders wichtige Rolle: Hier hatten sich nicht nur jüdische Hilfskomitees wie das international agierende „Jewish Relief“ und die Jüdische Wohlfahrtspflege niedergelassen, hier hatte auch die Fluchthilfeorganisation „Bricha“ ihre Helfer stationiert. Deren Aufgabe war es, gegen den erklärten Willen der britischen Besatzungsmacht die eingewanderten Juden weiter Richtung Mittelmeer und Palästina zu schleusen. Zentrale Anlaufstelle der illegal eingeschleusten Juden war die in der St.-Annen-Straße inmitten der Lübecker Altstadt gelegene Synagoge, die im September 1945 ihren Betrieb wieder aufgenommen hatte.

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