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ÖFFNUNGSZEITEN

Jüdisches Museum Rendsburg

Di–Sa 12 bis 17 Uhr
So 10 bis 17 Uhr

oder nach  Vereinbarung

Prinzessinstraße 7–8
24768 Rendsburg
+49(0)4331 44043-0

info@jmrd.de

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KulTour

Sonntags ist der Eintritt ins Jüdische Museum Rendsburg, ins Eisenkunstgussmuseum und in die Museen im Kulturzentrum frei - inklusive Gratis-Kaffee.

 

 

Prominenter Gastredner aus Jerusalem

— abgelaufen

Der renommierte Historiker Prof. Dr. Moshe Zimmermann aus Jerusalem ist am Dienstag, 24. April, im Begleitprogramm zur aktuellen Sonderausstellung „Die Exodus-Affäre. Schleswig-Holstein und die Gründung Israels“ im Jüdischen Museum Rendsburg zu Gast. In seinem Vortrag „1948 – des einen Freud ist des anderen Leid: Befreiungskrieg vs. Nakba“ behandelt Prof. Dr. Moshe Zimmermann ab 18.30 Uhr die Gründung des Staates Israel vor 70 Jahren. Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Am 14. Mai 1948 proklamierte David Ben Gurion in Tel Aviv die Gründung des Staates Israel. Noch am selben Tag erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neugegründeten Staat den Krieg. Diesen konnten letztlich die israelischen Streitkräfte für sich entscheiden. Die israelische Staatlichkeit wurde damit dauerhaft gesichert, weshalb der Konflikt aus israelisch-jüdischer Sicht als „israelischer Unabhängigkeits- oder Befreiungskrieg“ in die Geschichte eingegangen ist. Auf der anderen Seite führte dieser Krieg zu Flucht und Vertreibung von fast 700.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina. Für die Palästinenser sind die Ereignisse daher die „Nakba“ („Katastrophe“, „Unglück“). Während in Israel der 14. Mai als Nationalfeiertag begangen wird, ist der 15. Mai im Kalender der Palästinenser der „Tag der Nakba.“

Die Folgen des arabisch-israelischen Krieges von 1948/49 für den Nahen Osten sind bis heute gravierend, ein dauerhafter Frieden konnte seither in 70 Jahren nicht erreicht werden. Ursachen und Verantwortlichkeiten sind nicht nur in der Politik, sondern auch in der Geschichtswissenschaft heftig umstritten. Mit Prof. Moshe Zimmermann wird einer der renommiertesten israelischen Historiker eine Einführung in dieses komplexe und brisante Thema geben.

Prof. Dr. Moshe Zimmermann wurde 1943 in Jerusalem geboren. Seine Eltern waren 1937 aus Hamburg vor dem NS-Regime in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina geflohen. Prof. Zimmermann war von 1986 bis zu seiner Emeritierung 2012 wissenschaftlicher Direktor des Richard-Koebner-Zentrums für Deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem. Zudem hatte er Gastprofessuren in Heidelberg, Kassel, Princeton, Halle, München und Jena inne. Zentrale Themen seiner wissenschaftlichen Arbeit sind die Geschichte der deutschen Juden, der deutsch-jüdischen Beziehungen und des Antisemitismus. Für seine Forschungsarbeiten und für seine Verdienste um die kulturelle Verständigung zwischen Deutschland und Israel wurde er mit zahlreichen bedeutenden Preisen geehrt. 2005 wurde er vom damaligen Außenminister Fischer in die „Unabhängige Historikerkommission“ zur Erforschung der Geschichte des Auswärtigen Amts im Nationalsozialismus berufen.

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