Einzigartige Ausstattung
Das einzige Jüdische Museum nördlich von Berlin befindet sich seit 1988 in den vollständig erhaltenen Gebäuden der früheren jüdischen Gemeinde Rendsburgs, einer Synagoge aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Das Zentrum des Museums ist der Betsaal mit seiner authentischen Atmosphäre. Nach der Pogromnacht von 1938, in der der Toraschrein gesprengt wurde, musste der Komplex an eine Fischräucherei verkauft werden. Bereits 1985 wurde hier ein Kulturzentrum eingerichtet, 1988 das Jüdische Museum. 1991 erfuhr das Museum durch zwei Häuser (Julius-Magnus-Haus) am Innenhof eine wichtige Erweiterung, die für Sonderausstellungen, Bibliothek, Medienraum und Archiv genutzt werden. Die Gebäude erinnern mit ihren Namensträgern an bekannte Rendsburger Bürger, die als Juden verfolgt und in den Suizid getrieben wurden, an den Arzt Dr. Ernst Bamberger und an den letzten Gemeindevorsteher Julius Magnus, stellvertretend zum Gedenken an alle Rendsburger jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft.
