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Jüdisches Museum mit neuer Dauerausstellung

Die Torarolle ist das heiligste Buch im Judentum.
 
Die Torarolle ist das heiligste Buch im Judentum.

Ein Vierteljahrhundert nach seiner Gründung wurde das Jüdische Museum Rendsburg modernisiert. Zum einen wurde der Servicebereich neu gestaltet, zum anderen die Dauerausstellung neu konzipiert. Die Präsentation "Jüdische Religion und Identität" kommt bei den Besuchern sehr gut an.

Das Jüdische Museum Rendsburg, 1988 gegründet und damit das zweitälteste in Deutschland, befindet sich in einer grundlegenden Neuaufstellung. Nachdem im vergangenen Jahr die ersten Modernisierungsmaßnahmen mit einem neuen Servicebereichen umgesetzt werden konnten, schließen wir nun den zweiten Schritt – aber nicht letzten – zu einem modernen Museum ab.

Neben der Renovierung von Keller, Fluren, Nebenräumen, Versammlungszimmer und Frauenempore war es möglich, eine völlig neue Dauerausstellung Jüdische Religion und Identität zu konzipieren, die mit einer lebendigen Kombination aus modernen Medien und klassischen Objekten sowie einer idealen Zusammenführung von Baudenkmal und Museumskonzept die jüdische Religion in ihren unterschiedlichen Aspekten vermittelt. Ausgangspunkt aller Stationen ist das Zentrum des Judentums: die Tora (hebr. Gesetz oder Weisung).

Die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Trägerin des Museums, hat 2012  mit der ersten Modernisierungsphase begonnen, der bis Ende des Jahrzehnts weitere folgen werden. Der erste Schritt umfasste Grundlegendes, vor allem Bauliches: Der historische Eingang ist nun wieder der Museumseingang, und ein neuer Kassenbereich wurde eingerichtet. Die Toiletten wurden erneuert und die Garderoben im Keller installiert. Und die Besucher betreten das wichtigste Ausstellungsstück des Hauses – den ehemaligen Betsaal – seit Sommer 2013 über das Westportal, wie es architektonisch ursprünglich auch bestimmt war.

Das Jüdische Museum Rendsburg ist Ausstellung und gleichzeitig Gedenkstätte. Die Neuerungen werden die Grundlage dafür werden, den Ort authentischer erleben zu können – durch sie wird ein stimmiger Museumsrundgang gebildet. Die Mittel hierfür stammen aus dem Investitionsprogramm Kulturelles Erbe.

Das Zentrum des Museums ist der Betsaal mit seiner authentischen Atmosphäre. Nach der Pogromnacht von 1938, in der der Toraschrein gesprengt wurde, musste der Komplex an eine Fischräucherei verkauft werden. Bereits 1985 wurde hier ein Kulturzentrum eingerichtet, 1988 das Jüdische Museum. 1991 erfuhr das Museum durch zwei Häuser (Julius-Magnus-Haus) am Innenhof eine wichtige Erweiterung, die für Sonderausstellungen, Bibliothek, Medienraum und Archiv genutzt werden. Die Gebäude erinnern mit ihren Namensträgern an bekannte Rendsburger Bürger, die als Juden verfolgt und in den Suizid getrieben wurden, an den Arzt Dr. Ernst Bamberger und an den letzten Gemeindevorsteher Julius Magnus, stellvertretend zum Gedenken an alle Rendsburger jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft.

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Bis 19. Februar 2017 in der Galerie des 19. Jahrhunderts auf Schloss Gottorf: "Ouvertüre. Einblicke in die Sammlung Bönsch"

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