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ÖFFNUNGSZEITEN

Jüdisches Museum Rendsburg

Di–Sa 12 bis 17 Uhr
So 10 bis 17 Uhr

oder nach  Vereinbarung

Zusätzlich am Montag, 1. Mai, und Pfingstmontag, 5. Juni, jeweils von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Prinzessinstraße 7–8
24768 Rendsburg
+49(0)4331 44043-0

info@jmrd.de

Besuchen Sie auch unser neues Eisenkunstgussmuseum Büdelsdorf: Die Eintrittskarte des Jüdischen Museums Rendsburg berechtigt Sie zum Besuch des Eisenkunstgussmuseums in den nächsten 7 Tagen.

KulTour

NEU ab 30. Oktober 2016: Sonntags ist der Eintritt ins Jüdische Museum Rendsburg, ins Eisenkunstgussmuseum und in die Museen im Kulturzentrum frei - inklusive Gratis-Kaffee.

 

 

Painting to Remember

Berliner Synagoge in der Fasanenstraße
 
Berliner Synagoge in der Fasanenstraße

3. April bis 13. Juni 2011

Am 9. November 1938 gingen über 2500 Synagogen in Flammen auf. Der Künstler Alexander Dettmar hält die verbrannten Gotteshäuser in seinen Gemälden fest. Zu sehen sind die 33 wichtigsten Werke dieser Arbeit seit dem 3. April im Jüdischen Museum.
Hoch wie Kathedralen waren einige von ihnen, Türme und Kuppeln ragten aus dem Häusermeer der Städte empor. Die meisten Synagogen fielen in der Geschichte immer wieder Pogromen zum Opfer. Alexander Dettmar, auf Architekturmalerei spezialisierter Künstler, stellt Synagogen dar, die in der Zeit des Nationalsozialismus zerstört wurden. Seine malerische Erinnerung an verlorene Architektur ist ein Zeugnis des Leids der Menschen jüdischen Glaubens und somit Ausdruck tiefer Trauer. Die monumentalen Bauwerke waren einstmals markante Wegpunkte in vielen Städten. Um die 30 Werke seiner mittlerweile fast 100 Gemälde umfassenden Wanderausstellung sind bis zum 13. Juni im Jüdischen Museum Rendsburg, einer ehemaligen Synagoge zu sehen.
Der Künstler und Ernst Barlach-Preisträger Alexander Dettmar hat mit seinen nahezu 100 Synagogenbildern etwas völlig Einzigartiges unternommen. Kein anderer Maler, weder vor noch nach den Zerstörungen von 1938, hat je die deutschen Synagogen in einem eigenen Zyklus vorgestellt. Jahrelang reiste Alexander Dettmar in Deutschland umher und suchte nach Spuren des Zerstörten und Verlorenen, malte das aus der Realität Entschwundene, das Städten und Gemeinden bis heute unsichtbare Stempel aufdrückt.
Seine Bilder beschwören eine versunkene Welt, zeigen Solitäre oder demonstrieren das Sicheinfügen der jüdischen Gotteshäuser in die sie umgebende „christliche“ Bebauung und beschreiben einen Spannungsbogen, der von grandiosen Baulösungen bis zur kleinen Landsynagoge reicht. Alexander Dettmars Bilder, in denen schon die Wehmut kommenden Verlustes spürbar ist, lassen den Reichtum jüdischer Kultur in Deutschland erahnen und machen Selbstbehauptung und Integrationswillen der jüdischen Gemeinden erfahrbar. Der im Hirmer-Verlag in Deutsch und Englisch erschienene Begleitkatalog gibt sämtliche Synagogenbilder des Künstlers wieder, führt in dessen künstlerisches Werk ein und stellt die Synagogenbauten in den architekturgeschichtlichen und historischen Kontext.

 

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