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ÖFFNUNGSZEITEN

Jüdisches Museum Rendsburg

Di–Sa 12 bis 17 Uhr
So 10 bis 17 Uhr

oder nach  Vereinbarung

Zusätzlich am Montag, 1. Mai, und Pfingstmontag, 5. Juni, jeweils von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Prinzessinstraße 7–8
24768 Rendsburg
+49(0)4331 44043-0

info@jmrd.de

Besuchen Sie auch unser neues Eisenkunstgussmuseum Büdelsdorf: Die Eintrittskarte des Jüdischen Museums Rendsburg berechtigt Sie zum Besuch des Eisenkunstgussmuseums in den nächsten 7 Tagen.

KulTour

NEU ab 30. Oktober 2016: Sonntags ist der Eintritt ins Jüdische Museum Rendsburg, ins Eisenkunstgussmuseum und in die Museen im Kulturzentrum frei - inklusive Gratis-Kaffee.

 

 

Gewaltige Synagogen im Maßstab 1:50

22. Juni - 14. September 2014

Seit vielen Jahren erforschen Studierende der Universität Braunschweig den zerstörten und noch erhaltenen Bestand an Synagogen vor allem in Deutschland, schwerpunktmäßig in Hinblick auf die Architektur der Reformbewegung. Ergebnis dieser Forschung sind Dutzende Synagogenmodelle im Maßstab 1:50 und ihre Präsentation durch wissenschaftliche Texte.  Im Betsaal des Jüdischen Museums Rendsburg werden noch bis 14. September 2014 zahlreiche dieser Modelle gezeigt, die durch ihre Plastizität und Genauigkeit bestechen.

Synagogen und andere Bauten jüdischer Gemeinschaften waren zwischen dem 18. Jahrhundert und dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts mit über 3.000 Lehr- und Bethäusern ein integraler Bestandteil des deutschen Städtebildes. Fast alle wurden unter der nationalsozialistischen Diktatur zerstört, einige wurden aber auch erst nach 1945 abgerissen oder umgebaut. Sie wurden damit zu einer weitgehend »verschollenen« Architektur. Sich ein Bild von diesen bedeutenden Bauwerken zu machen kann nur auf dem Wege der Rekonstruktion gelingen – eine forschende Arbeit, die auch die schweren Verluste ins Bewusstsein rufen wird.

Neben den Modellen werden parallel dazu auch Risse und Modelle von Synagogen zu sehen sein, die seit Anfang der 1990er Jahre entstanden sind (Ort: Wechselausstellungsbereich). Nach der Wende sind mehr als 200.000 Juden aus den ehemaligen Sowjetrepubliken nach Deutschland eingewandert. Dadurch ist die Mitgliederzahl der jüdischen Gemeinden von gerade einmal mehr als 20.000 auf mehr als 100.000 in die Höhe geschnellt, die viele Neubauten nötig und möglich machte.
Die Gegenüberstellung von alten und neuen Synagogen zeigt Unterschiede wie Gemeinsamkeiten dieses Zweckbaus auf, mithin die strukturellen Bestandteile und Funktionen einer Synagoge.

Hinter dem Projekt steht die "Bet Tfila – Forschungsstelle", die hervorgegangen ist aus einer Kooperation zwischen dem Center for Jewish Art an der Hebrew University of Jerusalem und dem Fachgebiet Baugeschichte an der Technischen Universität Braunschweig. Die beiden Arbeitgruppen der Bet Tfila in Jerusalem und Braunschweig arbeiten mit dem Ziel zusammen, baulich noch greifbare Reste ehemaliger Synagogen, Ritualbäder und Friedhofsbauten zu erfassen, die zum Teil seit 1938 zerstörten Bauten zu dokumentieren und so der kritisch vergleichenden Forschung zugänglich zu machen.

Die Ausstellung ist vom 22. Juni - 14. September 2014 zu sehen.

Jüdisches Museum Rendsburg | Prinzessinstraße 7– 8 |
24768 Rendsburg | 04331-25262

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