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Kleiner Ausschnitt der frühen Stadt

Die Bebauung im rekonstruierten Siedlungsausschnitt orientiert sich zum einen an dem Bachlauf, der dieses Gelände ursprünglich in ost-westlicher Richtung durchfloss, und zum anderen an dem Nord-Süd-Weg. Charakteristisch ist die Ausrichtung der Häuser mit ihren Schmalseiten auf diesen Hauptweg, der parallel zum Noorufer weiter in Nord- und Südrichtung verlief. Von diesem Hauptweg zweigten wohl kleinere Wege ab. Dieses deutet der Weg an, der zur rekonstruierten Hafenanlage führt. 
Die Wege im ufernahen Bereich der Siedlung besaßen einen hölzernen Ausbau unterschiedlicher Konstruktion. Dargestellt werden die charakteristischen Formen befestigter Wege des 9. Jahrhunderts n. Chr. Die Häuser befinden sich auf erhöhten Parzellen. Sie selbst hatten zudem ein höheres Innenniveau, so dass Regen- und Schmutzwasser nicht in die Gebäude gelangen konnte. Zäune aus massiven Eichenbohlen oder einfachem Flechtwerk begrenzten die Grundstücke.
Im Gegensatz zu späteren Gebäuden, bei denen das Gerüst des Hauses auf Schwellen ruhte, wurden die tragenden Elemente (Pfosten) in der Wikingerzeit noch in den Boden eingegraben. Dadurch brauchten die Häuser zwar weniger gegen starken Wind ausgesteift zu werden, doch besaßen sie eine geringere Lebensdauer, da die Hölzer schneller moderten. Daneben trugen auch die zahlreichen in Haithabu nachgewiesen Brände und die z.T. flüchtige Bauweise dazu bei, dass viele Gebäude nicht alt wurden.

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