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Öffnungszeiten
Wikinger Häuser Haithabu

1. April bis 31. Oktober 2017
täglich von 9 - 17 Uhr

Unser Ausstellungsgebäude wird bis zum April 2018 umgebaut. In dieser Zeit findet das Wikinger-Leben während der Sommermonate unter freiem Himmel bei den Wikinger Häusern statt.

Am Haddebyer Noor 5

24866 Busdorf
+49(0)4621 - 813 222 oder
service@schloss-gottorf.de

► Eintrittspreise

 

Archäologen auf den Spuren der Wikinger

Besuchermagnet Wikinger Häuser Haithabu
 
Besuchermagnet Wikinger Häuser Haithabu

Die große Attraktion in der Museumssaison 2017 ist die archäologische Ausgrabung im historischen Gelände. Mit ihr wird die über 100jährige Forschungsgeschichte fortgeschrieben. Nur wenige Meter von den Wikinger Häusern entfernt nehmen Archäologen unter den Augen der Besucher eine 1939 abgebrochene Ausgrabung im Flachgräberfeld wieder auf. Im Grabungszelt ist ein Besucherbereich eingerichtet worden. Von hier aus kann man den Archäologen bei ihrer Arbeit zuschauen und sich anhand von Informationstafeln umfassend mit den Grabsitten im wikingerzeitlichen Haithabu und der aktuellen Ausgrabung auseinandersetzen.

Der finnische Archäologe Helmer Salmo vom Nationalmuseum in Helsinki öffnete im August 1939 eine 6,5 x 5 m große Fläche. Hier hat er mehrere spektakuläre Metallfunde geborgen, darunter ein filigranverzierter Goldanhänger, eine goldene Fibel mit einer byzantinischen Münze, eine silberne Kugelnadel sowie eine Bronzeschnalle und ein vollständiges Schwert. Eiserne Sargnägel in den oberen Schichten waren Hinweise auf einen Bestattungsplatz. Wegen des Kriegsausbruchs musste Salmo die Grabung schon nach 14 Tagen überstürzt beenden. Die Befunde in einem halben Meter Tiefe wurden mit Dachpappe abgedeckt und anschließend wieder zugeschüttet.

Diese Altgrabung wird jetzt wieder geöffnet, um die damals dokumentierten Funde zu überprüfen und weitere Gräber zu untersuchen. Im Vorfeld der aktuellen Ausgrabung wurden bereits geomagnetische Messungen und systematische Metalldetektoruntersuchungen durchgeführt.

Mit der geplanten Erweiterung der Grabungsfläche ab Juli 2017 wird erwartet, Gräber aus der Spätphase von Haithabu aus dem 10. und 11. Jahrhundert untersuchen zu können. Skelettmaterial wird mit modernen anthropologischen Methoden untersucht und für aDNA- und Isotopen-Analysen herangezogen. Diese versprechen Erkenntnisse über die Zusammensetzung der späten Bevölkerung in Haithabu, deren Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen, aber auch Aussagen zu ihrem Gesundheitszustand und ihrer Ernährungsweise. Auf diese Weise können neue Erkenntnisse über die Lebensverhältnisse der Bewohner von Haithabu gewonnen werden.

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