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Unterschutzstellung auch für frühmittelalterliche Wallanlage

Der Sydslesvigsk Forening (SSF) – Träger des Museums am Danewerk und Partner der UNESCO-Bewerbung – begrüßt die Entscheidung der ICOMOS-Denkmalpflegerates, der UNESCO die gemeinsame Aufnahme der Wikingerstätte Haithabu und der frühmittelalterlichen Wallanlage Danewerk in die Liste des Weltkulturerbes zu empfehlen.

„Es ist eine wundervolle Nachricht, dass auch die internationalen Experten die herausragende Bedeutung unseres gemeinsamen deutsch-dänischen Kulturerbes aus der Eisen- und Wikingerzeit anerkennen,“ erklärt SSF-Generalsekretär Jens A. Christiansen, nachdem die Entscheidung heute bekannt geworden ist.

Das Danewerk - eine Kombination aus Mauern, Wällen und Feuchtgebieten - verlief quer über das heutige Schleswig-Holstein. Es wurde zu Beginn des Frühmittelalters vor rund 1500 Jahren errichtet, um die Halbinsel Jütland vor fränkischen, sächsischen und slawischen Eindringlingen zu schützen. Die Wikinger bauten das Danewerk weiter aus und verbanden es mit Haithabu. Heute ist es noch auf 80 Prozent seiner Gesamtlänge zwischen Hollingstedt im Westen und Haithabu im Osten erhalten.

Das Danevirke Museum/Museum am Danewerk wird vom Sydslesvigsk Forening, dem kulturellen Hauptverband der dänischen Minderheit, getragen. Der historische Hof liegt dort, wo sich früher das Danewerk und der legendäre Ochsenweg („die A7 der Frühzeit“) kreuzten. Das dort gelegene, erst in den letzten Jahren entdeckte Danewerk-Haupttor aus der Zeit um 500 n. Chr war sozusagen der einzige offizielle Grenzübergang zwischen Mitteleuropa und Skandinavien. Das Museum beherbergt eine Dauerausstellung über die Wallanlage. Darüber hinaus enthält es Ausstellungen zur Nutzung des Danewerks im deutsch-dänischen Krieg von 1864 und eine Ausstellung über die dänische Minderheit von 1864 bis heute.
Alles zum Danewerk:
www.danevirkemuseum.de

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