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Über 100 Jahre Forschung in Haithabu

Ausgrabung in Haithabu, 1932
 
Ausgrabung in Haithabu, 1932

Haithabu blickt auf mehr als 100 Jahre archäologische Forschungsgeschichte zurück.

Im Jahr 1900 begannen nach der Wiederentdeckung der Siedlung die ersten Ausgrabungen, die vor allem in den 1930er und 1960er Jahren intensiviert wurden. Bis 1981 waren ca. 5 % des etwa 26 ha großen Siedlungsareals innerhalb des mächtigen Halbkreiswalles untersucht. Häuser, Werkstätten und Gräberfelder kamen nach rund 1000 Jahren erstmals wieder zutage. Die sorgfältige Dokumentation der verschiedenen Untersuchungen bildet die Grundlage für jede archäologische Auswertung.

1979/1980 fand die große Hafengrabung statt, die u.a. die Überreste eines königlichen Kriegsschiffs sowie umfangreiche Reste der Landbrücken hervorbrachte.

Im Januar 2002 begann ein Forschungsprojekt, das mit geophysikalischen Messmethoden das gesamte Siedlungsareal zerstörungsfrei untersuchte. Aufgrund dieser Messergebnisse konnte gezielt eine kleinere Ausgrabung durchgeführt werden.

Mithilfe eines Geografischen Informationssystems (GIS) werden die neuen Forschungsergebnisse mit den Informationen der Altgrabungen kombiniert und das Bild der frühen Stadt Haithabu erweitert sich somit stetig.

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