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Auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Das Befestigungssystem Danewerk und der frühstädtische Handelsplatz Haithabu gehören zu den bedeutendsten Zeugnissen der Wikingerkultur. Nun sollen sie im Zuge einer transnationalen Seriennominierung zum Welterbe der UNESCO werden.

Das Danewerk und Haithabu bildeten zusammen das südliche Portal Skandinaviens. Sie kontrollierten den Weg nach Dänemark und waren der Knotenpunkt für den Handel zwischen  Skandinavien und dem Kontinent. Die Denkmale knüpfen über Nord- und Ostsee sowie über den Nordatlantik hinweg an weitere herausragende Plätze wie Jelling und die Trelleburgen (Dänemark), Birka und Hovgården (Schweden), Thingvellir (Island), Hyllestad und die GrabhügWeltkulturerbeel in Vestfold (Norwegen) sowie Grobina (Lettland) an. Seit 2008 bereitet Island zusammen mit Dänemark, Norwegen, Schweden, Lettland und Deutschland (Schleswig-Holstein) einen gemeinsamen Welterbeantrag bei der UNESCO vor. Darin sollen herausragende archäologische Stätten und Kulturlandschaften der Wikingerzeit in diesen Ländern die maritime Kultur der Wikinger in ihren unterschiedlichen Facetten repräsentieren. Darunter sind neben Haithabu und dem Danewerk auch bereits auf der Welterbeliste eingetragene Stätten wie Jelling, Birka und Thingvellir vertreten. Zusätzlich werden drei dänischen Burgen des Trelleborg-Typs und der archäologische Komplex von Grobina in Lettland Teil der Nominierung.
Norwegen hat zuletzt im November 2010 entschieden, mit den herausragenden Schiffsbestattungen von Gokstad, Oseberg und Borre in Vestfold sowie dem Mühlsteinbruch in Hyllestad wichtige Stätten beizusteuern. Im Januar 2011 schließlich setzten alle teilnehmenden Länder ihre Denkmale als Beiträge zur Welterbenominierung „Viking Monuments and Sites“ auf ihre sogenannten Vorschlagslisten. Dieser Schritt ist eine wesentlich Voraussetzung für den Antrag bei der UNESCO und muss mindestens ein Jahr vor Antragstellung erfolgen.
Das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein koordiniert unter der Leitung von Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim den Antrag für Schleswig-Holstein, denn die Landesbehörde ist zuständig für den Schutz und Erhalt der archäologischen Denkmale Danewerk und Haithabu.
Im Antragsverfahren wird eng mit Gemeinden, Städten, Kreisen und Organisationen zusammengearbeitet. Aus der intensiven Kooperation mit den AktivRegionen und dem Kreis Schleswig-Flensburg entstand das Projekt „Danewerk und Haithabu: Denkmal mit Wirkung!“. Dabei wurden die beteiligten Gemeinden besser vernetzt, die Grundlage für den touristischen Umgang mit den Denkmalen geschaffen und im Rahmen eines Wettbewerbs Ideen für die Gestaltung der Landschaft um das Danewerk gesammelt.

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