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Zwei Urnesfibel aus Haithabu und Schleswig

Besonders charakteristische Funde für die Übergangsphase zwischen Wikingerzeit und Mittelalter sind Objekte, die im sogenannten Urnesstil verziert sind.

Namengebend sind die reichen Holzschnitzereien aus der westnorwegischen Stabkirche von Urnes. In Stein gemeißelt schmücken sie auch zahlreiche Runensteine. Im Urnesstil verzierte Gegenstände finden sich in ganz Skandinavien, auf den Britischen Inseln und auf Island und datieren in die letzten beiden Drittel des 11. und die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts.

Die häufigste Gruppe von im Urnesstil verziertem Schmuck wird von den durchbrochen gegossenen Fibeln gebildet. Ihr Muster folgt einem einheitlichen Prinzip: ein bandförmiges Tier – oftmals ein Mischwesen aus Vierbeiner und Schlange – wird von einem schlaufenförmigen Rankenwerk umfasst. Meistens wurden diese Fibeln wie das Schleswiger Stück aus einer Kupferlegierung hergestellt, aus Silber gegossene und vergoldete Fibeln wie das Exemplar aus Haithabu sind selten. Die beiden Urnesfibeln belegen einen Nutzungshorizont, den wir erst durch die neuen Geländeforschungen sowohl südlich als auch nördlich der Schlei im 11. Jahrhundert fassen können.

Zwei Urnesfibeln aus Haithabu (links) und Schleswig (rechts)

 Zwei Urnesfibel aus Haithabu (links) und Schleswig (rechts)

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