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Die Ziele der Untersuchung

Ein Hauptziel ist es, die Funktion der einzelnen Strukturen sowie des ganzen Areals zu evaluieren. Dabei spielt auch die Determinierung des historischen Wasserstandes eine bedeutende Rolle. Ihn zu ermitteln, wird entscheidend sein bei der Beantwortung der Frage nach dem Zweck der Baustrukturen und insbesondere der Dämme.

Je nachdem wie die Antwort ausfallen wird, sind Interpretation vom schwimmenden Anlegen der bisher größten bekannten Schiffe, bis hin zur Aufsiedlung eines überflutungsgefährdeten Gebietes oder einer Flachwasserzone denkbar. Ebenfalls von Relevanz wird die Fundverteilung im Areal sein, die zum Beispiel Hinweise auf bestimmte Produktionsstandorte liefern kann. Auch die Frage nach Ursache, Beginn und Ablauf der Bebauung ist entscheidend und soll im Rahmen der Untersuchungen beantwortet werden. Ein Hinzuziehen der laufenden Arbeiten aus den anderen Projektgebieten ist dabei so selbstverständlich wie unerlässlich. Bereits während der laufenden Forschungsarbeit werden erste Ergebnisse in Kontext mit den zahlreich aus Nordeuropa bekannten, wikingerzeitlichen und mittelalterlichen Hafenanlagen, gestellt. Auf diese Weise sollen bereits frühzeitig Tendenzen parallel oder eigenständig verlaufender Entwicklungen erkannt werden. Am Ende wird sich zeigen, ob die den neuen Untersuchungen unterzogenen Areale ein Hafenviertel darstellen, in dem sich der durch die Bedeutung der Stadt Schleswig im späten 11. und 12. Jahrhundert bedingte Stellenwert wiederspiegelt. Bauboom, Ausbauphasen und unterschiedliche Strukturen lassen jedoch bereits jetzt eine entsprechende Tendenz erahnen.

Mit Abschluss der Untersuchungen wird dann gemeinsam versucht werden, sich der Klärung der dem VW-Forschungsprojekt übergeordneten Fragestellungen nach dem Ablauf des Übergangs von Haithabu nach Schleswig, zur hochmittelalterlichen Urbanisierung im Ostseeraum, der nordeuropäischen Hafenentwicklung sowie dem Verlauf und Veränderung von Warennetzwerken und Transportrouten zu nähern.

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