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Rekonstruktion
In fast dreijähriger Arbeit
ist eine getreue Nachbildung des Gottorfer Globus entstanden. Nach den in St. Petersburg
überlieferten Konstruktionsprinzipien wurde der Globus auf der Schloßinsel gefertigt.
Wo der erste Globuserbauer Andreas Bösch noch Eisen und Holz verwendete, um die riesige Kugel zu fertigen,
griff die Firma Arne und Jochen Sörensen aus Schleswig auf Chrom-Nickelstahl zurück, um einen unbrennbaren,
dauerhaften Globus herzustellen.
Während der alte Globus durch Wasserkraft angetrieben werden sollte – eine Absicht,
die wohl niemals funktioniert hat, weshalb es unter anderem im Innern des Globusses
einen Handantrieb gab – wird der neue Gottorfer Globus durch ein eigens entwickeltes
Getriebe in Bewegung gesetzt, das heutigen Sicherheitsansprüchen genügt.
Oberstes Gebot bei der Rekonstruktion war, alle sichtbaren Teile so authentisch wie möglich
anzufertigen. Alle nicht sichtbaren Teile wurden hingegen auf ihre Tauglichkeit für heutige
Bedürfnisse überprüft, behutsam modernisiert oder durch modernste Technik ersetzt.
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