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Kampf gegen Aufständische

Nach dem Krieg von 1848 richteten die Dänen im Schloss erst ein Lazarett und anschließend eine Kaserne ein, um von hier aus effektiver gegen die Aufständischen in Schleswig-Holstein vorgehen zu können. Das Gebäude wurde den neuen Bedürfnissen angepasst, und die Innenräume verloren viel von ihrer einstmals bedeutenden Ausstattung. Die einstigen Paradezimmer und herzoglichen Räume wurden zu Schlaf- und Esssälen umgestaltet. Die Nebengebäude wurden abgerissen und stattdessen umfangreiche Stallungen errichtet, die Verteidigungsanlagen geschleift. Das Schloss blieb auch nach 1867 und dem Ende des zweiten Deutsch-Dänischen Krieges Kaserne, allerdings zogen nun Soldaten Preußens dort ein.
Die Zeit der Weltkriege überstand das Gebäude zwar ohne kriegsbedingte Zerstörungen, doch wurden der Süd- und der Westflügel bei einem Brandunglück 1917 schwer beschädigt. Im Zuge des Kapp-Putsches wurde das Schloss 1920 von Putschisten besetzt, bei darauffolgenden Kämpfen kamen zehn Menschen ums Leben. Zu Beginn des Jahres 1945 trafen immer mehr Flüchtlinge aus den Ostgebiete des Deutschen Reiches in Schleswig ein, deren Zahl sich bis zum Sommer auf fast 18000 erhöhte. Gottorf wurde, wie viele Residenzen des Landes, als vorübergehendes Auffanglager genutzt und mehrere hundert Flüchtlinge im Schloss untergebracht.
In der Nachkriegszeit wurde die gesamte Anlage dann ab 1948 den Landesmuseen Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt.

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