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Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonnabend

12- 17 Uhr

Sonntag

10 - 17 Uhr

Eisenkunstguss Museum:
Ahlmannallee 5
24782 Büdelsdorf
Telefon: 04331-43370-22

Museumsleitung:
Ulrike Ernemann M.A.
E-Mail Adresse: ulrike.ernemann@schloss-gottorf.de

Buchungen und Führungsanfragen:
04621 - 813-333 (Schloss Gottorf)
service@schloss-gottorf.de

Besuchen Sie auch unser Jüdisches Museum Rendsburg: Die Eintrittskarte des Eisenkunstgussmuseums Büdelsdorf berechtigt Sie zum Besuch des Jüdischen Museums im benachbarten Rendsburg am selben und am darauf folgenden Tag.

 

Die Carlshütte legte den Grundstein

Carlshütte-Gründer Marcus Hartwig Holler
 
Carlshütte-Gründer Marcus Hartwig Holler

1827 errichtet Marcus Hartwig Holler (1796-1858) mit der Carlshütte den ersten industriellen Großbetrieb auf heute Schleswig-Holsteinischen Boden. Die Eisengießerei wird nach ihrem Förderer Carl von Hessen (1744-1836), dem Statthalter des damals dänischen Gebiets, benannt. Neue Produktionstechniken, vielfältige Betriebszweige und die Vergrößerung des Unternehmens verhelfen der Carlshütte zu wirtschaftlichem Erfolg.

Auf Reisen durch Preußen, Sachsen und Skandinavien hatte sich Holler mit dem modernen Hüttenwesen vertraut gemacht und frühzeitig die Bedeutung des Eisens erkannt. Mit der Erfindung des Kupolofens in England gegen Ende des 18. Jahrhunderts konnte man unabhängig von den Hochöfen das Material Eisen auch in verfeinerter Form gießen. Nun war es möglich, nicht nur die bisher üblichen, im Herdbettguß hergestellten Reliefplatten für Öfen zu produzieren, sondern auch vollplastische Figuren, Zier- und Gebrauchsgegenstände sowie fein verzierten Schmuck zu entwickeln.
In den 1830er Jahren richtete Holler nach preußischem Muster eine eigene Kunstgußabteilung ein. Bei den Modellen orientierte er sich häufig an Vorbildern der Königlich-Preußischen Gießereien zu Berlin, Gleiwitz und Sayn.
Die außerordentliche Gussqualität der in der Carlshütte gefertigten Produkte wird in eleganten und zierlichen Dekoren deutlich und lässt sich auf den Ehrgeiz des Firmengründers zurückführen, städtische Lebensgewohnheiten einer ländlichen Bevölkerung näherzubringen. Ihre größten Erfolge erzielte die Carlshütte dennoch mit der Herstellung von einfachen Gebrauchsgütern.
1858 übernimmt die Familie Ahlmann die Carlshütte. Ab 1941 firmiert die Hütte unter Ahlmann-Carlshütte K.G. Das Unternehmen meldet 1974 erstmalig Insolvenz an. 1997 folgte die endgültige Insolvenz und Schließung. Hauptprodukt der Ahlmann-Carlshütte sind emaillierte gusseiserne Badewannen.
Aus dem Unternehmen geht die heute weltweit agierende ACO-Gruppe mit Stammsitz in Büdelsdorf hervor. 

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