Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen
Benutzerspezifische Werkzeuge

Zwei Sonnenstelen für den Barockgarten

Winni Schaak vor der Vormittags-Uhr
 
Winni Schaak vor der Vormittags-Uhr

Einen passenderen Zeitpunkt für die Übergabe ihres Geschenks an das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte hätte die Gesellschaft für Metallskulpturen-Unikate e.V. nicht wählen können. Zehn Jahre nach Eröffnung des Gottorfer Barockgartens feierten heute (15. Juni 2017) das Landesmuseum und die in Hamburg ansässige Gesellschaft die Enthüllung zweier Sonnenstelen, abstrakte Skulpturen des Lübecker Bildhauers Winni Schaak. Und das, auch da stimmte das Timing perfekt, bei strahlendem Sonnenschein.

Die Arbeiten zieren die Parterreflächen der ersten Terrasse beim Globushaus. Die Gesellschaft für Metallskulpturen-Unikate e.V. war bereits vor Jahren an Winni Schaak herangetreten, mit dem Auftrag eine Sonnenuhr für den Barockgarten zu bauen. Aus diesem prosaischen Auftrag entwickelte der aus Kropp stammende Bildhauer ein spannungsvolles Skulpturenpaar, dass das Prinzip der Sonnenuhr umkehrt. Statt durch einen Schatten wird durch einen Lichtstrahl die Zeit angezeigt. Die aus Cortenstahl  (dieser rostet an, aber rostet nie durch) gefertigten Stelen, perspektivisch verkürzte räumliche Objekte, stehen – exakt zur Sonne ausgerichtet ­–  auf zwei großen Podien aus anthrazitfarbenem Granit.

Mit den Arbeiten von Winni Schaak, die der Künstler eigenhändig in den vergangenen Tagen im Gottorfer Garten installierte, werden die ersten abstrakten Skulpturen im Barockgarten aufgestellt. Sie geben damit das Thema vor, das in den kommenden Jahren in den großen Beeten der Parterres des Terrassengartens weiter ausgeführt werden wird. Das hohe Maß der Abstraktion steht im Kontrast zu den Skulpturen, die die Kaskade des Gartens flankieren, die ihrerseits die menschliche Physiognomie umspielen.

Mit den Sonnenstelen von Winni Schaak wird der Barockgarten ganz im Sinnes des von Joachim Jacob 2015 entworfenen Masterplans zur Skulpturalen Ausstattung des Gartens weiterentwickelt. Dafür sprachen bei der Enthüllung am heutigen Donnerstagmittag Direktorin Dr. Kirsten Baumann und Kurator Dr. Ulrich Schneider Künstler und Sponsoren ihren Dank aus.


Der Gottorfer Barockgarten und das Globushaus sind bis zum 31. Oktober täglich ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt in den Garten ist frei!

Artikelaktionen
Das Buch zum Garten

BarockgartenBuch

 

 

 

 



Das Buch zum Barockgarten
(11,80 €)
ZUM BESTELLFORMULAR