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Eine moderne Architektursprache

Blick aus dem Globusgarten
 
Blick aus dem Globusgarten

Das neue Globushaus, nach Entwürfen von Hilmer & Sattler + Albrecht (München / Berlin) erbaut, steht an exakt jener Stelle, an der Herzog Friedrich III. seine Friedrichsburg hatte erbauen lassen. Es ist allerdings im Gegensatz zum historischen Vorgängerbau das erste Gebäude, das ausschließlich für die Präsentation des Globusses entworfen wurde.
In Rücksicht auf den historischen Standort wurde ganz bewusst in der Gliederung der Baumassen, im Fassadenrelief, ja selbst im Verzicht auf ein geneigtes Dach die historische Architektur des 17. Jahrhunderts aufgegriffen und in eine moderne Architektursprache übersetzt. Durch die riesigen Fenster des Globussaales ist es nun erstmals möglich, den neuen Gottorfer Globus von außen zu sehen und die prächtige Darstellung der Erde vom Garten aus zu bewundern.
Die Neigung der Erdachse des Globus beträgt 54,31 Grad und entspricht damit der geographischen Breite Schleswigs.
Ähnlich einer Landkarte, die stets genordet abgebildet und aufgehängt wird, baut man einen Globus so auf, dass seine Achse möglichst parallel zur realen Erdachse liegt. Erst dann kann die Weltkugel so ausgerichtet werden, dass sich der auf dem Globus dargestellte geographische Standort exakt am obersten Punkt der Kugel befindet. Somit sieht der Betrachter im Inneren der Kugel das Himmelsgewölbe so wie er den echten Himmel über Schleswig wahrnimmt.
Dieser besonderen Bedeutung der Erdachse trägt auch die Architektur des Globushauses Rechnung. Eine Parallele zur Erdachse wurde durch das ganze Haus geführt. Sie erstreckt sich vom Globusgarten bis hinauf zur Dachterrasse und ist als fein profiliertes Gussaluminiumprofil ausgeführt. In linearer Verlängerung dieses Profils befindet sich hoch über dem Globushaus eine polierte Edelstahlkugel als Symbol für die Erde. Sie wird von einem mächtigen stählernen Masten getragen, an dessen unterem Ende sich eine kleine Kugel befindet, die den Mond darstellt. Das Größen- und Entfernungsverhältnis entsprechen dem Verhältnis von Erde und Mond im Maßstab 1:30 Millionen. Zusammen mit der stilisierten Erdachse geben diese gestalterischen Elemente einen Hinweis auf den faszinierenden Inhalt des kleinen Museums.

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