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Globushaus und Garten beenden Saison

Herbst am Globushaus. Foto: UweLo
 
Herbst am Globushaus. Foto: UweLo

Nach einer erfolgreichen Jubiläumssaison und einem großen Fest in diesem Sommer, mit dem das zehnte Jubiläum des Globushauses gefeiert wurde beginnt im November die Winterpause für Globushaus und Barockgarten. Ende März 2016 werden die Türen wieder geöffnet.

Zehn Jahre Globushaus - das wurde 2015 nach Kräften gefeiert, zumal das Jahr zuvor die Stiftung mit ordentlich Rückenwind ausgestattet hatte: Dank eines neuen Vermittlungsangebotes hatte das Interesse an Garten und Globus spürbar zugenommen.

Das sind Erfolge, an die man seitens der Stiftung weiter anknüpfen will - jetzt steht vor allem der Garten im Fokus, der nach einem Ideenwettbewerb mit einem schlüssigen Konzept skulptural ausgestattet werden soll. Der Sieger des Ideenwettbewerbes wurde im Sommer 2015 ermittelt: Joachim Jacobs Konzept überzeugte das Preisgericht. „Meine Landschaftskunst ist eine Inszenierung des Raums“, sagt der Hamburger. Achsen sollen die Blicke der Besucher führen, die durch Fenster in den Hecken auf die Skulpturen schauen.

Blick zurück

Bereits wenige Jahre nach seiner Gründung 2007 hatte sich die Anlage nördlich der Schlossinsel als spannungslose Abfolge von fünf terrassierten Parterreflächen, vertikale Gliederungselemente wie große Pflanzkübel oder lebensgroße Skulpturen fehlten gänzlich.

Um diesen Mangel zu beheben entschloss man sich, im Garten Skulpturen aufzustellen. Auf den Elefanten von Johannes Brus (erste Terrasse) folgte Japanese Woodcut Garden von Arne Rautenberg (fünfte Terrasse), auf den Phönix von Manfred Sihle-Wissel (Globusgarten) folgte schließlich die Doppelfigur von Hans Kock (sechste Terrasse). Die Aufzählung dieser wenigen Positionen, deren Standorte und deren sehr unterschiedliche Ausprägung machte deutlich, dass eine Bespielung des Gartens ein schlüssiges Konzept braucht, um nicht in eine beliebige Ansammlung skulpturaler Objekte zu münden.

Aus diesem Grund initiierte das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte einen Ideenwettbewerb für die skulpturale Ausstattung des rekonstruierten Barockgartens. Waren die Skulpturen des Neuwerkgartens im 17. Jahrhundert durchgehend inhaltlich konnotiert, erfüllten sie jedoch auch eine formal gliedernde Funktion, was in den zeitgenössischen Stichen des Gartens immer wieder vor Augen geführt wird: Skulpturen verdeutlichen die tiefenräumliche Erstreckung, sie markieren die Ränder der Parterres, sie unterstreichen das hierarchische Wegesystem und bilden vertikale Akzente.

In dieser formalen und gliedernden Funktion sollten die Skulpturen im rekonstruierten Barockgarten gesehen werden. Sie sollen dessen besondere Struktur erlebbar werden lassen und optische Reize setzen, die zur Erkundung animieren. Die neuen Skulpturen sollen die theaterähnliche Inszenierung der Terrassen eindrücklich erfahrbar werden lassen, um das Raumerlebnis von künstlicher Tiefenräumlichkeit und deren Auflösung im „Blick zurück“ zum unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.

 

 

 

 

 

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