Globushaus mit leichtem Besucherzuwachs
Nordeuropas frühester Terrassengarten und das Gottorfer Globushaus sind dem 1. November geschlossen, in den Wintermonaten konzentriert sich das Barockerlebnis allein auf die Museumsräume im Schloss. In den vergangenen sieben Monaten wurden 34000 Besucher im Garten gezählt, 15000 davon erwarben zudem eine Eintrittskarte für das Globushaus.
Die siebte Globushaus-Saison war zugleich der fünfte Sommer für den Neuwerkgarten. Während die Zahl der Gartenbesucher im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück gegangen ist, hat man im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen, dass die erreichten 15.000 verkauften Tickets ein leichtes Plus bedeuten.
Doch die Freude darüber ist getrübt durch die Tatsache, dass Garten-Kurator Dr. Ulrich Schneider und Gärtnermeister Ralf Mahnke dem Pilzbefall fast aller Gottorfer Buchspflanzen machtlos gegenüberstehen. "Wir haben hier ein massives Problem, dass nur schwer bis gar nicht in den Griff zu kriegen ist", gibt Museumsdirektor Dr. Jürgen Fitschen unumwunden zu. Noch hoffen die Gottorfer Gartenexperten, durch ein radikales zurückschneiden auf eine Höhe von zehn Zentimeter das Absterben sämtlicher Bäumchen verhindern zu können. Die feucht-warme Witterung hat den gefährlichen Pilz bei seiner Ausbreitung massiv unterstützt.
In den nächsten Monaten werden Dr. Schneider und Ralf Mahnke den Buchs genauestens beobachten und Pläne für den Fall entwerfen, dass ein Massensterben der Hecken nicht verhindert werden kann.
Geöffnet wird der Gottorfer Terrassengarten erst wieder am 1. April. Dann wird sich auch wieder der begehbare Riesenglobus drehen.
Ein kurzer Blick zurück:
Kaum 40 Jahre nachdem der italienische Himmelsforscher Galileo Galilei erstmals ein astronomisches Teleskop gen Himmel gerichtet hatte, gab im hohen Norden Deutschlands der wissenschaftsliebende Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1587-1659) bei seinem Hofmathematiker Adam Olearius (1599-1671) den Bau eines bis dato einzigartigen Riesenglobus in Auftrag. Mit einem Durchmesser von über drei Metern bot die begehbare Kugel, auf deren Außenfläche die damals bekannte Welt kartographisch wiedergegeben war, im Inneren bis zu zwölf Personen auf einer umlaufenden, hölzernen Sitzbank Platz. Die Innenhaut des doppelwandigen Globus zeigte figürlich ausgeschmückt einen vollständigen Sternenhimmel des 17. Jahrhunderts, der den Lauf der Gestirne über das Firmament vorführte. Der begehbare Gottorfer Globus gilt als das erste Planetarium der Geschichte. Seit Mai 2005 befindet sich im "modernen" Globushaus der originalgetreue Nachbau des Riesenglobus. Eine achtminütige Fahrt im Gottorfer Globus ist Besuchern immer nur zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober möglich.
Öffnungszeiten
April–Oktober:
Mo-Fr 10-17
Sa-So 10–18 Uhr
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Eintrittspreise: Besuch mit Führung (inkl. Barockgarten) 10 Euro, Besuch ohne Führung (inkl. Barockgarten) 5 Euro |
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Voranmeldung und Gruppenbuchungen
unter 04621 / 813 222 oder aber
per E-Mail unter kasse@schloss-gottorf.de
werden dringend empfohlen.
Bitte beachten Sie:
Kindern unter 6 Jahren ist das Mitfahren im Globus untersagt. Menschen mit gesundheitlichen Risiken wie z. B. Herz-Kreislauf-Beschwerden, Epilepsie oder Platzangst sollten auf eine Fahrt im Globus verzichten.
Hunde sind auf dem Gelände des Barockgartens nicht gestattet.
